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Ist die Blogosphäre tot?

Es gab in der Vergangenheit mal etwas, das sich die “Blogosphäre” nannte. Zugegeben, das war zu einer Zeit, als Bloggen noch cool und trendy war. Damals – so hört man zumindest – engagierten sich Menschen noch aktiv auf Blogs und man unterhielt sich über Kommentarfelder. Und was geschah dann? Nun, irgendwann haben die sozialen Medien dem Ganzen wohl den Todesstoß versetzt. Das Internet 2.0 ist dem Internet 1.0 in den Rücken gefallen. Wie die Italiener uns damals, im Weltkrieg! Mehr oder weniger … Eher weniger.

Aber trotz Facebook, Twitter, Instagram und Co (angeblich gibt es sogar Google+ noch) sind wir Blogger immer noch da und in den letzten Monaten durfte ich erfahren, dass es auch die Blogosphäre in irgendeiner Form noch gibt. Als mein Buch “Endstation Brexit” erschien und ich an einige befreundete Blogger herantrat, waren viele bereit, mir beim Bekanntmachen des Buches zu helfen. Somit konnte ich auf einigen tollen Blogs Gastartikel schreiben und es erschienen sogar Interviews von mir! Mit diesem Artikel möchte ich einfach mal Danke sagen und dich auf diese Blogs hinweisen. Vielleicht gefällt dir der ein oder andere ja auch. Diese Liste wird übrigens regelmäßig aktualisiert.

kurz!-Geschichte

kurz!-Geschichte wurde ursprünglich von drei Studenten in Bochum gestartet. Sie beschlossen vor inzwischen fünf Jahren, mithilfe eines Blogs aus der Geschichte zu erzählen. Kurz sollte es sein (sonst wäre der Name auch wirklich schlecht gewählt) und vor allem sollten sich die Artikel auf jene Zeiträume konzentrieren, die in der Öffentlichkeit weniger Aufmerksamkeit genießen: die Frühe Neuzeit und das Mittelalter. Als ich mich mit meinem Buch an Christina, eine der Leute hinter kurz!-Geschichte, wandte, war sie sofort offen für meine Idee. Ich durfte einen Gastartikel über die Migration der Angeln und Sachsen nach England schreiben und auf dem Weg etwas Werbung für “Endstation Brexit” machen. Danach veröffentlichten die lieben Leute von kurz!-Geschichte sogar noch ein kleines Interview mit mir auf ihrer Facebook-Seite.

Nordkomplott

Der Blog Nordkomplott war aufgrund des Themas meines Buches eine ganz offensichtliche Anlaufstelle. Dort schreibt Stefanie schon seit vielen Jahren über die englische und britische Geschichte. Unsere Herangehensweisen ähneln sich dabei sehr. Auch sie will unterhaltsame Geschichten erzählen, die uns etwas über die Vergangenheit der britischen Inseln lehren und dabei auch für nicht-Geschichtsnerds verständlich sind. Ich war sehr froh, als Stefanie meinem Vorschlag für einen Gastbeitrag zugestimmt hat und so konnte ich auf ihrer Seite die Geschichte der Stuart-Dynastie in England erzählen. Oh, und wenn du zufällig auf der Suche nach einem super-nerdigen T-Shirt zur englischen Geschichte bist, hast du Glück: Stefanie hat sogar einen Shop!

Dr. Who – die Geschichte hinter den Geschichten

Die Idee, die Fabiane sich für ihren Blog auserkoren hat, ist mal richtig großartig. Auf Dr. Who – die Geschichte hinter den Geschichten macht sie genau das, was der Titel verspricht. Sie nimmt sich einzelne Folgen der britischen Sci-Fi-Serie Doctor Who und spricht über ihre historischen Hintergründe. Dadurch das der Doctor bekanntlich ja ein Zeitreisender ist (ehrlich, wenn du die Show noch nicht gesehen hast, mach es!) drängt sich das ja fast schon auf. Umso froher bin ich, dass Fabiane sich sogar die Zeit genommen hat, mich telefonisch für ihren Blog zu interviewen!

Zeitsprung FM

Auch darf ich natürlich die Kollegen vom Zeitsprung Podcast nicht vergessen. Ich hatte bereits das Glück, sowohl Richard als auch Daniel persönlich kennenzulernen (wenn auch nicht zur gleichen Zeit, aber das wäre wohl eh ein Overload), war im Mai in ihrem Podcast zu Gast und habe sie auch schon ziemlich oft in meinen Beiträgen hier verlinkt. Die zwei haben inzwischen über 150 Episoden aufgenommen, da ist es mir mehr als nur einmal passiert, dass ich versehentlich ein Thema bei ihnen abgekupfert habe. Trotz des offensichtlichen Diebstahls geistigen Eigentums waren die beiden dann auch noch so nett, im Podcast auf “Endstation Brexit” hinzuweisen. Das haben sie in dieser Folge getan. 

HistoFakt

Jan von HistoFakt bietet historische Dienstleistungen an. Was ist das? Eigentlich ist es ganz einfach. Egal was man aus dem Bereich der Geschichte braucht, er kann es oder kennt zumindest jemanden. Das Angebot umfasst so gut wie alles, was mit Geschichte irgendwie zu tun hat: Recherche, Textgestaltung, Redaktion, Übersetzung, Geschichtsvermittlung, Illustration, Handwerk und vieles mehr. Auf dem HistoFakt Blog teilt Jan auch noch wöchentlich seine “Fundstücke der Woche”. Ein toller Weg auf dem Laufenden zu bleiben, was sich in der Geschichtswissenschaft und auf den unterschiedlichsten Blogs Woche für Woche so tut. Nun hat sich Jan auch noch die Zeit genommen, eine Rezension von “Endstation Brexit” zu schreiben. Danke dafür!

Hiltibold

Der Blog Hiltibold ist eine Fundgrube für alle möglichen Meldungen mit Geschichtsbezug. Richard sammelt darauf Links zu Videos, Podcasts und Audiomaterial, Zeitungs- und Blogartikeln und vielem mehr, inbesondere mit Bezug auf Antike und Mittelalter. Auch eine Rezension von “Endstation Brexit” ist bei Hiltibold zu finden. Ich freue mich über die vier Sterne, die ehrliche Beurteilung, ganz besonders aber über das wunderbare Artwork mit Nigel Farage. 

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Früher war einfach alles besser. 🙂 Dabei scheint es nicht an den Inhalten zu liegen. Denn wenn wir den Blogpost auf Facebook veröffentlichen, bekommt er dort Dutzende von Kommentaren, von denen viele nahelegen, dass der Artikel tatsächlich vollständig gelesen wurde. Anscheinend ist das Kommentieren auf Facebook aber einfacher und schneller, weil man sowieso schon eingeloggt ist (und sich für manche Leute das Internet nur auf Facebook erstreckt). Da könnten viele Blog-Plattformen besser werden. Wenn man jedes Mal von Neuem Name, E-Mail-Adresse (wozu eigentlich?) und Website eingeben muss, bevor man einen Kommentar schreiben kann, dann lassen es eben viele bleiben. Schade… Weiterlesen

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Mithrandir

Hierzu ein Kommentar von mir.
Ich bin fleissiger Hörer deines tollen Podcasts. Danke dafür (finanzielle Zuwendung gibt es gegen Ende des Jahres 🙂 ).
Ich wra früher fleißiger Blogleser, aber seit es so viele tolle Podcasts gibt, lese ich kaum noch, weil es eben doch viel einfacher ist Podcasts zuzuhören als Blogposts zu lesen, was ja auch Zeit kostet (Podcast hören geht nebenbei beser –> beim Auto/Zug fahren, Arbeiten, Putzen usw.)
Insofern wundert es mich nicht, dass die Blogosphäre langsam aus der Mode kommt.

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