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Podcasts zum Déjà-vu Geschichte Blog. Für die wirklich Faulen halt

Samuel Hahnemann und seine Homöopathie brachten die Medizinwelt des 19. Jahrhunderts ziemlich durcheinander. Hier eine dramatische Darstellung des Kampfes zwischen einem allopathischen und homöopathischen Arzt.

Samuel Hahnemann und die Geschichte der Homöopathie

Samuel Hahnemann gilt als Begründer der Homöopathie. Das sollte jetzt eigentlich keine allzu große Geschichte sein. Immerhin hat das, was dieser Mann da im 18. Jahrhundert erfunden hat, keinerlei medizinische Wirkung (zumindest keine über den Placeboeffekt hinausgehende) und wurde von der modernen Medizin schon lange überholt. Aber leider leben wir offensichtlich in keiner so aufgeklärten Welt, dass logische Argumente wie dieses auch tatsächlich zum Ende einer Irrlehre führen würden. Stattdessen gibt es die Homöopathie nach wie vor. Gerade in Deutschland schmeißen sich die Leute massenhaft Globuli in den Rachen und der gleichermaßen magische wie falsche Satz “wer heilt hat recht” wird immer noch durch die Medien gejagt. Das ist tragisch. Samuel Hahnemann und seine “Heilmethoden” mögen nämlich in ihrer Zeit durchaus ihre Berechtigung gehabt haben. Dass wir uns heute aber noch mit homöopathischen “Mitteln”, Voodoo-Medizin wie dem Potenzieren und sturen Verfechtern desselben herumschlagen müssen, entbehrt jeder logischen Erklärung.

Da lohnt es sich schon mal, in die Geschichte des Ganzen einzutauchen. Ich habe mich dafür mit den werten Herren von Das Ach in Nürnberg zusammengesetzt. Fast drei Stunden lang haben wir uns dort über das Leben des Samuel Hahnemann unterhalten, über sein Hauptwerk, das “Organon der Heilkunst”, über homöopathische Konzepte wie die Erstverschlimmerung, die Idee “Ähnliches mit Ähnlichem zu heilen” und die Absurdität der Potenzierung. Und das alles taten wir, um herauszufinden: Wer war Samuel Hahnemann eigentlich und was ist Homöopathie? Hier habe ich unser Gespräch auf knapp die Hälfte geschnitten (es ist ja auch so schon lange genug). Bei den Kollegen von Das Ach kannst du dir aber die gesamte Episode anhören, in der wir neben der Homöopathie auch noch über einige andere Pseudowissenschaften und selbsternannte “Leugner” reden.

Diese Episode findest du auch auf deja-vu-geschichte.de. Dort kannst du mir gerne ein Kommentar hinterlassen, ich würde mich freuen, von dir zu hören! Und wenn dir der Déjà-vu Geschichte Podcast gefällt, abonniere ihn doch bitte in deinem Podcatcher und bewerte ihn auf Apple Podcasts! Das hilft mir ungemein, ein bisschen Sichtbarkeit in der großen weiten Welt der Podcasts zu erlangen. Erlangen … Da hat der gute Samuel Hahnemann übrigens auch studiert.

Links zur Episode:

Die Folge in ihrer vollen Länge bei Das Ach: https://das-a.ch/34-homoeopathie-und-andere-nichtmedizinische-pseudowissenschaften/
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Special – Joseph Kyselak. Graffitimeister der Biedermeierzeit

Die heutige Episode ist mal wieder eine Sonderfolge und der Grund dafür ist derselbe wie jedes Jahr: Heute ist nämlich #InternationalPodcastDay! Letztes Jahr habe ich zu diesem Anlass bereits einen älteren Blogartikel von mir vertont, konkret die Geschichte der Grand Tour, und dieses Jahr mache etwas ganz ähnliches. Ich erzähle dir eine Geschichte, die ich ebenfalls schon vor langer Zeit auf dem Blog erzählt habe: Die von Joseph Kyselak, Taugenichts aus dem Biedermeier und Erfinder der Graffiti. Denn manche Geschichten haben es auch verdient, mehrfach erzählt zu werden!

Ich erzähle dir in dieser Episode also, wie es passieren konnte, dass der an sich unauffällige Wiener Trunkenbold Joseph Kyselak in den 1820er-Jahren zur Berühmtheit im Habsburgerreich wurde. Das war ja immerhin auch sein erklärtes Ziel, denn er war eine Wette eingegangen, in der er behauptete, genau das bewerkstelligen zu können. Und das (so muss man als waschechter Wiener betonen) ohne eine Straftat zu begehen oder eine neue Suizidmethode zu erfinden. Um sein Vorhaben also in die Tat umzusetzen, machte sich Kyselak auf auf eine Wanderung quer durch Österreich und hinterließ allerorts an gut sichtbaren Orten sein Markenzeichen: Den eigenen Namen in großer, schwarzer Schrift. Die Wette gewann er damit schnell, die Medien diskutierten wild die Herkunft dieser merkwürdigen Schriftzüge und so ganz nebenbei erfand er damit auch das moderne Graffiti.

Wie immer findest du diese Folge auf deja-vu-geschichte.de, wo ich mich sehr über Kommentare freue. Und wenn dir der Déjà-vu Geschichte Podcast gefällt, bewerte ihn doch bitte auf Apple Podcasts! Das hilft mir ungemein, ein bisschen Sichtbarkeit in der großen weiten Welt der Podcasts zu erlangen.

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Bayern und das Bier teilen eine lange Geschichte. Hier zu sehen eine "Bierbeschau" im 17. Jahrhundert. Aus der Ausstellung "Bier in Bayern", fotografiert von Wolfgang Sauber.

Bayern und die Liebe zum Bier

In der Oktoberfestzeit merkt man es besonders deutlich: Bayern und das Bier, das ist eine wahre Liebesgeschichte. Und das trifft nicht nur auf große Teile der Gesellschaft zu, es trifft auch auf den Staat selbst zu. Der tritt immerhin bis heute als Brauereibesitzer auf, etwa im Münchner Hofbräu oder in der Brauerei Weihenstephan! Während ich diese Woche also auf dem Blog ganz aktuell über die Geschichte des Oktoberfests rede, möchte ich mir in dieser Folge des Podcasts die Rolle des Biers in der bayerischen Vergangenheit etwas näher anschauen. Dabei stütze ich mich ebenfalls auf einen (inzwischen recht alten) Blogartikel von mir, in dem es genauso um Bayern und das Bier ging. Aber ab und zu kann man ja auch ältere Inhalte wieder aufgreifen 😉

Die Liebesbeziehung zwischen Bayern und dem Bier fängt im 16. Jahrhundert an. Bis zu dem Zeitpunkt war Bayern noch Weinland und mit Ausnahme einiger Mönche spielte das Bier keine große Rolle im Land, doch mit Ende des Mittelalters änderte sich etwas. Untergärige Biere zogen in Bayern wie anderswo ein und es dauerte nicht lange, bis auch der Staat seine Finger im Spiel hatte. Die erste berühmte Maßnahme bezüglich der bayerischen Brauereien war dann das sogenannte Reinheitsgebot von 1516. Bald folgten immer neue Episoden, in denen sich Brauwesen und Staat näher kamen: Eine Ordnung bezüglich der Brauzeiten kam Mitte des Jahrhunderts und im frühen 17. Jahrhundert schließlich steht der Beginn des Weißbiermonopols, dem wohl bairischsten Wort der Welt. Spätestens seit dieser Zeit ist das Bier aus dem Freistaat nicht mehr wegzudenken und so ziemlich jede bedeutende Entwicklung hatte seitdem auch irgendwo etwas mit Bier zu tun. Von einigen davon erzähle ich in dieser Folge des Podcast.

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Blogartikel zum Oktoberfest: https://ralfgrabuschnig.com/oktoberfest-geschichte-ursprung
Die Münchner Bierrevolution: https://ralfgrabuschnig.com/volksaufstand-geschichte-top-drei
Alter Blogartikel über Bayern und das Bier: https://ralfgrabuschnig.com/bayern-bier-reinheitsgebot
Das Buch “Bier. Geschichte und Genuss” (Affiliate Link zu Amazon): https://amzn.to/2QdHdVi
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Der Austrofaschismus war in Österreich nicht unausweichlich. Die Ereignisse der Zwischenkriegszeit, die Polarisierung und Militarisierung wie in der auf diesem Foto zu sehenden Heimwehr bereiteten seinen Weg.

Österreichs Weg in den Austrofaschismus

Schon ganze fünf Jahre vor dem “Anschluss” an das nationalsozialistische Deutschland fand die erste Demokratie in Österreich ihr Ende. Seit 1933 herrschte dort der Austrofaschismus. Oder zumindest wurde das autoritäre Regime von Kanzler-Diktator Engelbert Dollfuß und seinem Nachfolger Kurt Schuschnigg schon damals von seinen Feinden so genannt. Die Gewaltherrscher selbst fanden selbstredend schönere Namen dafür. Doch nichts an dieser Entwicklung zur Diktator war in Österreich vorgezeichnet, wie ja auch der Schritt Deutschlands in den Nationalsozialismus keinesfalls zwangsläufig war. Der Weg in den Austrofaschismus der Dreißigerjahre musste im Jahrzehnt davor erst geebnet werden und genau um diesen Weg in die Diktator soll es in dieser neuen Episode des Déjà-vu Geschichte Podcast gehen.

Ich spreche in dieser Folge über einige der Entwicklungen der österreichischen Zwischenkriegszeit und wie sie den Austrofaschismus mit vorbereitet haben. Insbesondere muss man da über die beispiellose politische Polarisierung reden, die die beiden großen Blöcke der Zeit – die konservativen Christlich-Sozialen und die Sozialdemokraten – immer hermetischer voneinander trennte. Im Bund gab es seit 1921 keine sozialdemokratische Regierungsbeteiligung mehr und das trotz Wahlergebnissen nahe der 40 Prozent. In der Hauptstadt, wo sie auf eine absolute Mehrheit aufbauen konnte, werkelte die Arbeiterpartei währenddessen am Gegenmodell zum konservativen Österreich: dem Roten Wien. Kompromiss war in dieser Konstellation weitgehend nicht mehr vorgesehen. Durch die parallele Militarisierung der Zeit standen sich die beiden Blöcke dann auch bald in Form ihrer paramilitärischen Gruppierungen auf den Straßen Österreichs gegenüber. Am Ende dieser Turbulenten Zeit stand dann der Austrofaschismus.

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Blogartikel über die Zwischenkriegszeit in Österreich: https://ralfgrabuschnig.com/staendestaat-oesterreich
Podcastfolge zur Novemberrevolution und ihren Folgen: https://ralfgrabuschnig.com/muenchner-raeterepublik
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Mit der Industriellen Revolution begann der menschgemachte Treibhauseffekt und damit das Anthropozän. Das hat gerade in England auch seine Spuren in der Kunst hinterlassen.

Die Industrielle Revolution, der Treibhauseffekt und das Anthropozän

Der menschgemachte Treibhauseffekt und seine Folgen sind heute schon lange unübersehbar geworden. Selbst wenn die “Klimaleugner” der Welt immer noch behaupten, wir hätten nichts damit zu tun, wärmt sich die Erde seit Jahrzehnten auf und Schuld daran tragen ausschließlich wir. Der Einfluss, den Menschen durch die Emission von Kohlendioxid und anderen Treibhausgasen auf unseren Planeten haben, geht inzwischen sogar so weit, dass die ersten Wissenschaftler von einer ganz neuen Ära der Erdgeschichte sprechen. Wir befinden uns laut ihnen schon lange im Anthropozän, der Ära des Menschen. Soll heißen: Nichts hat in unserer Zeit größeren Einfluss auf die Erde und das Erdklima als die Aktivitäten der Menschheit.

Das ist nun aber freilich nicht ganz neu. Der anthropogene Treibhauseffekt, der neben dem natürlichen Treibhauseffekt noch zusätzlich die Erderwärmung antreibt, existiert inzwischen seit 200 Jahren. Die Ursachen dafür sind uns ebenfalls bekannt. Sie liegen natürlich in der Industriellen Revolution. Aus diesem Grund schaue ich mir in dieser Folge des Podcasts also mal an, ab wann der Ausstoß von CO2 durch die Menschheit wirklich messbar wird, ab wann der daraus entstehende künstliche Treibhauseffekt einsetzte und ab wann die ersten Leute bemerkten, dass da etwas ganz gewaltig schief läuft. Denn das tut es, wie ich dir ja hoffentlich nicht erklären muss.

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Blogartikel über Klimakatastrophen der Geschichte: https://ralfgrabuschnig.com/klimakatastrophen-geschichte
Frühe Episode zum Klimawandel: https://ralfgrabuschnig.com/klimawandel-geschichte
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Das Trompetenfestival in Guča (Serbien) gilt als öffentliche Feier des serbischen Nationalismus. Das sieht man wie auf diesem Foto an den Ständen in der Stadt.

Das Guča Trompetenfestival: Ein Fest des serbischen Nationalismus?

Im serbischen Dorf Guča herrscht jedes Jahr im August Ausnahmezustand. Das kleine Nest im Südwesten Serbiens mit seinen knapp 3.000 Einwohnern wird nämlich jeden Sommer eine Woche lang von über einer halben Million Touristen überrannt. Grund für diesen Ansturm ist das Guča Trompetenfestival, das größte Blasmusikfestival Europas. Und dieses Festival genießt in Serbien einen legendären, zugleich aber zutiefst umstrittenen Ruf. Kritiker beklagen nun schon seit Jahrzehnten, dass dort nicht gerade die Trompete im Vordergrund steht. Vielmehr soll das Festival in Guča ein Fest für den serbischen Nationalismus sein. Ein Eindruck, der sich vor Ort zumindest auf den ersten Blick bestätigt …

Tatsächlich scheint auch jeder in Serbien eine Meinung zu diesem Event zu haben und egal welche Meinung das auch ist: Das nationale Element kommt darin fast immer vor. Fragt man als Ausländer jemanden auf den Straßen Belgrads nach seiner Einschätzung zu Guča geht die Antwort meist in eine von zwei Richtungen. Die einen sagen: “Geh da unbedingt hin! Guča ist eine wahre Repräsentation dessen, was wir Serben sind”. Die anderen erwidern: “Geh da auf keinen Fall hin. Das ist purer, rückständiger serbischer Nationalismus”. Da stellt sich also schon die Frage: Wie und warum nimmt so ein scheinbar harmloses Musikfestival eine so nationale Note an? Genau diese Frage habe ich mir schon vor fünf Jahren gestellt und darüber meine Masterarbeit geschrieben. In dieser Folge gebe ich dir einen kleinen Einblick in meine Ergebnisse.

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Die aktuelle Ballaballa-Balkan-Folge zu Großserbien. https://ballaballa-balkan.de/25-klein-kleiner-grosserbien-geschichte-eines-versagens
Ihre Folge zu Turbofolk: https://ballaballa-balkan.de/13-turbofolk-oder-keiner-von-uns-hort-das
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Der Dom ist sicher die bekannteste Sehenswürdigkeit in Freising. Besonders eindrucksvoll finde ich die Krypta.

Freising. Eine Stadtführung für die Ohren

Die letzten vier Jahre über habe ich nun in Freising gelebt und für einen guten Teil dieser Zeit habe ich die Stadt und ihre Sehenswürdigkeiten auch als Stadtführer den Besuchern näher gebracht. Diese Zeit geht jetzt aber zu Ende und da dachte ich mir: Was würde sich denn mehr anbieten, als zum Abschluss auch dir – meinem Hörer, meiner Hörerin – noch eine letzte Stadtführung durch dieses überraschend facettenreiche Freising zu geben. Herausgekommen ist zum ersten Mal eine Déjà-vu Geschichte-Folge “on the go”. Ich hoffe, es gefällt dir! In dieser Episode nehme ich dich mit auf einen historischen Spaziergang durch die Altstadt Freisings. Wir beginnen dabei am Domberg, der wohl zentralsten Sehenswürdigkeit Freisings, werfen einen Blick in den Freisinger Dom selbst, in die alte Residenz der Fürstbischöfe und in die direkte Umgebung der Stadt. Dabei erzähle ich dir, wann Freising gegründet wurde, warum ausgerechnet an dieser Stelle und warum die Geschichte der Stadt nicht nur für die Bewohner selbst, sondern auch für Bayern und ganz Deutschland eine bedeutende war.

Ich habe diese kleine Stadt mit der großen Geschichte in den letzten Jahren sehr zu schätzen gelernt und hoffe, mit dieser Podcast-Stadtführung kommst auch du auf den Geschmack, mal hier vorbeizukommen. Freising ist mit Sicherheit eines der lohnenswertesten Ausflugsziele Münchens, es gibt zahlreiche Sehenswürdigkeiten anzuschauen und historisch ist die Stadt sowieso ein ganz anderes Kaliber als die heutige Landeshauptstadt. München würde es doch gar nicht geben, hätte nicht der Bayerische Herzog die Freisinger im 12. Jahrhundert über’s Ohr gehauen! Aber auch diese Geschichte erzähle ich dir ja …

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Fotos zur Stadtführung: https://ralfgrabuschnig.com/fotos-freising
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Stadtführungen in Freising: https://tourismus.freising.de/fuehrungen-touren.html

Ein Porträt, das angeblich Christoph Kolumbus zeigt. Wie bei so vielem in der Geschichte, wissen wir es aber nicht mit Sicherheit.

Christoph Kolumbus’ Obsession mit Jerusalem

Es war das Jahr 1492, als Christoph Kolumbus von Spanien aus lossegelte, um Indien zu suchen aber Amerika zu finden. Die Gründe dafür kennen wir seit Kindertagen. Durch den Aufstieg des Islam in Form der Osmanen war der Landweg nach Indien versperrt und Kolumbus machte sich nun an die Arbeit, stattdessen einen Seeweg dorthin zu finden – auf visionäre Weise allerdings über den Westen, nicht den Osten. An die Entdeckung Amerikas im Zuge dessen glaubte er selbst aber Zeit seines Lebens nicht. So oder so ähnlich werden die Reisen von Christoph Kolumbus zumindest oft erzählt und auch das ein oder andere Schulbuch gibt die Geschichte immer noch so wieder. Leider ist an der Erzählung aber so einiges falsch und noch viel mehr stark vereinfacht. Das fängt sogar schon beim Grund für die Reise an.

Warum Christoph Kolumbus über den Westen versuchte, den Seeweg in den Osten zu finden, ist nämlich nicht so leicht zu erklären, wie das gerne immer noch geschieht. Er war weder der große Visionär, der entgegen der Mehrheitsmeinung an eine runde Erde glaubte. Das war damals allgemein anerkannt. Er war auch nicht der gewiefte Händler, der im Angesicht der muslimischen Gefahr neue Märkte eröffnete. Zumindest nicht ausschließlich. Ein Grund für Kolumbus’ Reisen könnte nämlich auch ein ganz einfacher und für die damalige Zeit viel banalerer gewesen sein: Er war von der Religion getrieben und seine Fahrten sollten letzten Endes nichts weniger ermöglichen als die Rückeroberung Jerusalems durch die Christenheit.

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Diese Episode auf dem Blog: https://ralfgrabuschnig.com/christoph-kolumbus
Blogartikel zum Wissen über die Erdkugel zu der Zeit: https://ralfgrabuschnig.com/erdkugel
Wissenschaftliches Paper über die Jerusalem-Connection des Kolumbus: https://www.jstor.org/stable/598947
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Der Kalte Krieg war ein Paradies für Diktatoren auf allen Seiten. Hier ein antikommunistisches Angstplakat der CDU aus dem Jahr 1953. Archiv für Christlich-Demokratische Politik (ACDP)

Der Kalte Krieg: Zeitalter der Diktatoren

Das 20. Jahrhundert ist in vielerlei Hinsicht ein Zeitalter der Diktatoren. Alle Faktoren schienen da zusammen zu spielen, um zwischen 1945 und 1989 überall auf der Welt autokratische Regimes aus dem Boden sprießen zu lassen. Natürlich denkt man bei dem Thema zuallererst an die ganz großen Diktatoren jener Zeit, an Adolf Hitler, Josef Stalin oder Mao Zedong. Doch tatsächlich zeichnet sich das 20. Jahrhundert auch durch seine schiere Menge an kleinen Diktatoren aus, insbesondere in der Zeit nach 1945 im Kalten Krieg. Die mit dem Kalten Krieg einhergehende Blockbildung erklärt diese Tatsache ja auch schnell! Keiner der großen Blöcke war da bereit, dem anderen auch nur das kleinste Land zu überlassen. Da unterstützte man dann schon lieber selbst irgendwelche autokratischen Herrscher in solchen Ländern. Für diktatorische Geister auf aller Welt eine Riesenmöglichkeit.

In dieser Episode des Déjà-vu Geschichte Podcast möchte ich über einige dieser Männer sprechen und mir etwas genauer anschauen, wie sie die Konstellation des Kalten Krieges ausnutzten, um ihre Macht zu erlangen und sie dann zu sichern. Konkret möchte ich dabei über Josip Broz Tito in Jugoslawien, Nicolae Ceaușescu in Rumänien und António de Oliveira Salazar in Portugal sprechen. Auf unterschiedliche Arten zeigen diese drei Männer deutlich, welche Möglichkeiten die geopolitische Lage damals auch den kleinen Herrschern eröffnete. Denn es war ganz einfach: Wann immer sie dem einen Block näher kamen, reagierte der andere mit neuen Angeboten. So lässt es sich als Diktator doch wunderbar leben.

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Diese Episode auf dem Blog: https://ralfgrabuschnig.com/kalter-krieg-diktatoren
Blogpost zum Irrsinn Enver Hoxhas in Albanien: https://ralfgrabuschnig.com/enver-hoxha-albanien
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Der Untergang des Römischen Reiches verlief schleichend. Hier zu sehen: Die Plünderung Roms durch die Vandalen in einem Bild von Heinrich Leutemann

Was der Untergang des Römischen Reiches mit dem Klimawandel zu tun hat

Die Gründe für den Untergang des Römischen Reiches im Westen zählen zu den ältesten Fragen der Geschichtswissenschaft. Das war für Historiker sogar lange eine persönliche Frage! In den Augen der Gelehrten seit der Renaissance ging ja mit dem Untergang Roms eine goldene Ära zu Ende. Aus der Antike wird das dunkle Mittelalter und diese Tragödie versuchte man nun zu verstehen. Was führte genau zum Untergang des Römischen Reiches? Welche Faktoren waren an diesem Zerfall beteiligt und welche Schlüsse kann man daraus ziehen? Mit der Zeit entstanden so eine ganze Menge Theorien. Die Dekadenz Roms soll schuld gewesen sein am Niedergang. Die Wirtschaftslage war’s, die Übernahme des Christentums, die Barbarenhorden hinter dem Limes … vieles davon hatte sicher seinen Anteil. Ein großer Faktor war aber die Tatsache, dass die Führungsschicht Roms im Angesicht der Gefahren nichts besseres zu tun hatte, als sich untereinander zu streiten.

In dieser Episode des Déjà-vu Geschichte Podcast erzähle ich von den Bürgerkriegen und Palastintrigen, die die letzten Jahrzehnte des Römischen Reiches geprägt haben. Wann begann das Drama für Rom wirklich, wer waren die Akteure, die eine Lösung der äußeren Bedrohung von innen verhinderten und wie trug das alles zum Fall Roms bei? Wenn man schon keine klaren Antworten darauf findet, fällt nach Betrachtung dieser Fragen zumindest eines auf: Die Lage damals ähnelt in vielerlei Hinsicht der heutigen Krise des Klimawandels. Es ist eine Geschichte der menschlichen Unfähigkeit, interne Probleme zur Bekämpfung eines größeren Problems zur Seite zu legen. Und leider: Auch in unserem heutigen Kampf sehen die Chancen nicht viel besser aus als damals in Rom.

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Diese Episode auf dem Blog: https://ralfgrabuschnig.com/untergang-roms-klimawandel
Blogpost zur Völkerwanderung: https://ralfgrabuschnig.com/voelkerwanderung-vandalen-sueben
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