Die American Colonization Society und die “Rückkehr” nach Afrika

Sklaverei und Rassismus haben in der Geschichte merkwürdige Blüten getrieben. Um eine besonders merkwürdige soll es heute gehen: Die American Colonization Society und ihre Versuche, freie Schwarze aus Amerika in Liberia anzusiedeln. Oder wie sie es damals genannt hätten: Ihre “Rückkehr nach Afrika” zu ermöglichen. Durch den transatlantischen Sklavenhandel kamen inbesondere im 18. Jahrhundert Millionen afrikanischer Sklaven in die späteren USA. Mit Beginn des 19. Jahrhunderts stellten diese Sklaven – vielmehr aber noch die inzwischen gut 200.000 freien Schwarzen in den USA – die weiße Elite des Landes vor ein gewaltiges Problem. Was sollte man mit diesen Leuten tun? Die rassistische Mehrheitsmeinung der Zeit besagte schließlich, dass eine Integration in die weiße Gesellschaft keinesfalls möglich sein könne. Da kamen sie eben auf diese andere Lösung …

Die schon genannte American Colonization Society machte es sich ab 1816 schließlich zum Ziel, freien Schwarzen die “Rückkehr” nach Afrika zu ermöglichen. Konkret wurde dafür die Region des späteren Liberia ausgewählt. Doch die großen Denker in der American Colonization Society machten in ihrer Planung einen gewaltigen Fehler. Die mehreren Tausend schwarzen Amerikaner, die sie im Zuge der nächsten Jahrzehnte in Liberia ansiedelten, sahen sich nämlich keineswegs als Heimkehrer! Und noch viel weniger sahen sie sich als Teil der dortigen Bevölkerung. Nachdem Liberia einige Jahrzehnte später ein unabhängiger Staat wurde, etablierten die Americo-Liberaner bald ein System, das ziemlich an die Apartheid Südafrikas erinnert. Dadurch wurde Liberia zwar im Gegensatz zu fast allen anderen afrikanischen Gebieten keine Kolonie. Irgendwie war es das aber ohnehin schon.

Auf deja-vu-geschichte.de findest du den Blogartikel zu dieser Episode, in dem es um den transatlantischen Sklavenhandel geht und warum er noch viel rassistischer war, als du glaubst. Hier geht es noch zum genannten Blogartikel über Schottlands verzweifelten Versuch, Darien zu kolonisieren. Und wenn dir der Déjà-vu Geschichte Podcast gefällt, dann abonniere ihn doch bitte und bewerte ihn auf iTunes! Das hilft mir ungemein, ein bisschen Sichtbarkeit in der großen weiten Welt der Podcasts zu erlangen.

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Rascal Von MAnor

Ik hou van geschiedenis lezen, maar niet te veel over Slavernij. Te vaak gaat het over Afrikanen en nooit over de Witte slaven.
Laten we niet vergeten dat het de Freisigen was die opdracht gaf om plantages te verplaatsen.
Het was de Freisig die pure witte slaven naar Amerika verscheepte. De beste beschrijving van de straten Freisig gedurende de dag was als kijken naar een zee van zwarte mensen. Daarom waren de slavenbloemen zwarten.

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Christian

Hallo Ralf, danke für diese interessante Episode! Kannst Du mir und uns sagen, ob die “American Colonization Society” ursächlich auch mit dem “Jahr ohne Sommer” 1816 verbunden war?

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