Europa

Der Untergang des Römischen Reiches verlief schleichend. Hier zu sehen: Die Plünderung Roms durch die Vandalen in einem Bild von Heinrich Leutemann

Was der Untergang des Römischen Reiches mit dem Klimawandel zu tun hat

Die Gründe für den Untergang des Römischen Reiches im Westen zählen zu den ältesten Fragen der Geschichtswissenschaft. Das war für Historiker sogar lange eine persönliche Frage! In den Augen der Gelehrten seit der Renaissance ging ja mit dem Untergang Roms eine goldene Ära zu Ende. Aus der Antike wird das dunkle Mittelalter und diese Tragödie versuchte man nun zu verstehen. Was führte genau zum Untergang des Römischen Reiches? Welche Faktoren waren an diesem Zerfall beteiligt und welche Schlüsse kann man daraus ziehen? Mit der Zeit entstanden so eine ganze Menge Theorien. Die Dekadenz Roms soll schuld gewesen sein am Niedergang. Die Wirtschaftslage war’s, die Übernahme des Christentums, die Barbarenhorden hinter dem Limes … vieles davon hatte sicher seinen Anteil. Ein großer Faktor war aber die Tatsache, dass die Führungsschicht Roms im Angesicht der Gefahren nichts besseres zu tun hatte, als sich untereinander zu streiten.

In dieser Episode des Déjà-vu Geschichte Podcast erzähle ich von den Bürgerkriegen und Palastintrigen, die die letzten Jahrzehnte des Römischen Reiches geprägt haben. Wann begann das Drama für Rom wirklich, wer waren die Akteure, die eine Lösung der äußeren Bedrohung von innen verhinderten und wie trug das alles zum Fall Roms bei? Wenn man schon keine klaren Antworten darauf findet, fällt nach Betrachtung dieser Fragen zumindest eines auf: Die Lage damals ähnelt in vielerlei Hinsicht der heutigen Krise des Klimawandels. Es ist eine Geschichte der menschlichen Unfähigkeit, interne Probleme zur Bekämpfung eines größeren Problems zur Seite zu legen. Und leider: Auch in unserem heutigen Kampf sehen die Chancen nicht viel besser aus als damals in Rom.

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Großbritannien trennt sich von der EU. Aber Europa war für das Land auch immer die Lösung. Wie im Fall dieses Mannes: King George I. aus dem Hause Hannover!

Großbritannien und die EU. Warum das schon wieder wird

Die Abstimmung über den EU-Ausstieg ist in Großbritannien inzwischen bald drei Jahre her und mal ganz ehrlich: In der Zwischenzeit hätte man den Austrittsprozess doch fast schon vergessen, so schläfrig wandelte er über weite Strecken hinweg durch die europäische Landschaft. Es war erst in den letzten Wochen, dass der Brexit wieder seinen Weg in die …

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Gibt es historische Gründe für den Austritt Großbritanniens aus der EU? Etwa gar der dargestellte Oliver Cromwell?

Historische Gründe für den Austritt der Briten aus der EU

In den letzten Tagen nahm der Prozess um den britischen Austritt aus der EU nach einigen langatmigen Jahren doch noch gewaltig an Fahrt auf. Plötzlich überschlagen sich die Ereignisse beim Brexit geradezu. Die Abstimmung in Großbritannien, das Referendum von 2016, zeitigt also doch noch Folgen. Oder vielleicht auch nicht, wer kann das noch mit Sicherheit sagen? Zum Anlass des – nun doch nicht Austrittsdatums der Briten – am 29. März möchte ich in dieser Folge des Déjà-vu Geschichte Podcast über die historischen Gründe für ihren Austritt aus der EU sprechen. Weil das aber langweilig wäre, machen wir es doch ein wenig polemischer: Warum ist der Brexit aus der Geschichte heraus eigentlich nur folgerichtig und warum wird das mit Großbritannien und Europa auch in Zukunft nichts mehr?

Ein Grund drängt sich dabei geradezu auf: England und Großbritannien waren nämlich noch nie allzu gut darin, ihre alten und verschleppten Probleme zu lösen. In dieser Folge spreche ich über zwei solche historische Beispiele. Einerseits soll es um das englische Problem mit der Religion und dem Katholizismus gehen. Das verfolgt das Land schließlich seit bald 500 Jahren und wenn man aktuell nach Irland blickt, scheint sich daran nach wie vor nichts geändert zu haben. Das zweite ungelöste Problem der Briten, das beim jetzigen EU Ausstieg besonders deutlich wird, ist das Thema Europa selbst. Daher möchte ich auch über die tiefen Wurzeln der Euroskepsis in der konservativen Partei Großbritanniens sprechen.

Auf deja-vu-geschichte.de findest du den Blogartikel zu dieser Episode. Dort argumentiere ich das genaue Gegenteil dieser Folge: Warum das zwischen Großbritannien und der EU sicher wieder wird und warum Europa für England immer die Lösung war. Und wenn dir der Déjà-vu Geschichte Podcast gefällt, dann abonniere ihn doch bitte und bewerte ihn auf iTunes! Das hilft mir ungemein, ein bisschen Sichtbarkeit in der großen weiten Welt der Podcasts zu erlangen.

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Europa ohne Xenophobie. Sowas gab es in der Geschichte eigentlich nie. Hier zu sehen: Die Christenverfolgung durch den römischen Kaiser Nero.

Europa und die Xenophobie: ein untrennbares Paar?

In Europa sehen wir uns gerne als Kontinent, der versucht, den zerstörerischen Nationalismus, rassistische Vorurteile und Xenophobie hinter sich zu lassen. Nach dem Zweiten Weltkrieg haben wir die Lektion aus unserer Geschichte gelernt – heißt es zumindest immer – und haben mit Gründung der EU begonnen, gemeinsam in eine friedliche und glückliche Zukunft zu gehen. Leider …

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Eine großes Vorbild der EU Geschichte: Karl der Große wird zum Kaiser gekrönt.

Drei miese Vorgänger der EU in der Geschichte

Nächstes Jahr, 2019, ist ein bedeutsames Jahr in der EU Geschichte. Großbritannien wird mit Ende März aus der Europäischen Union ausscheiden und nur wenige Monate darauf folgen die EU Parlamentswahlen. In Angesicht des Brexit und der vielen populistischen Herausforderer in den Mitgliedsstaaten wird sich die EU verändern, so viel ist sicher. Sie wird es auch müssen. Doch wo kann sich die EU in der Geschichte Inspiration für diese Veränderungen holen? Gibt es denn überhaupt historische Vorbilder, an denen sich Europa an diesem kritischen Wendepunkt orientieren kann? Vorläufer für eine europäische Einigung abseits der EU selbst? Ja es gibt sie! Doch die Vorbilder aus der Geschichte, die für die EU oft genannt werden, taugen leider allesamt nichts. 

Wenn man über mögliche Vorgänger der EU in der Geschichte spricht, fällt oft zuerst der Name Karl der Große. Nicht ohne Grund vergibt die Stadt Aachen sogar einen Karlspreis für Verdienste um die europäische Einigung. Das alles heißt aber freilich nicht, das Karl der Große ein wirklich taugliches Vorbild für die heutige EU wäre. Wer seltener erwähnt wird, es aber vielleicht sollte, ist Napoleon Bonaparte. Immerhin kam er wohl am nähsten dran, ein rechtlich und politisch einheitliches Europa zu schaffen. Und zu guter Letzt fallen manchmal noch Alternativen zur EU, die nur kurze Zeit vor ihr entstanden. Die Paneuropa-Union zum Beispiel. Warum jetzt keine dieser Alternativen als historisches Vorbild für die Europäische Union taugt? Das erfährst du in dieser Episode des Déjà-vu Geschichte Podcast!

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