Als die Anglikanische Kirche wirklich protestantisch wurde

Die Anglikanische Kirche Englands ist heute bekanntlich eine der zahlreichen protestantischen Kirchen Europas. Aber doch passt sie irgendwie nicht so richtig in den Club und hat eine ganze Menge Eigenheiten. Das hat mit ihrer Geschichte zu tun. Heinrich VIII., der die Englische Kirche im 16. Jahrhundert von Rom löste und damit ihr Gründer und erstes Oberhaupt wurde, sah sich selbst zeit seines Lebens nicht als Protestant. Für ihn war das alles ein rein pragmatischer Schritt. Er wollte einfach seine Scheidung durchbringen. Es war erst ein anderes Mitglied der Tudor Dynastie, Heinrichs Tochter Königin Elisabeth I., die diese neue Anglikanische Kirche richtig protestantisch machte. Oder so protestantisch, wie sie heute eben noch ist.

In dieser Episode des Déjà-vu Geschichte Podcast werfe ich einen Blick auf die Entwicklung der Englischen Kirche im Elisabethanischen Zeitalter. Was tat sich zu der Zeit in England, welchen Herausforderungen hatte sich das Land zu stellen, wie prägte Königin Elisabeth die Anglikanische Kirche und welche Auswirkungen hatte das alles auf die Politik im Land? Wie sich herausstellt: Ziemlich umfassende! Das gesamte Bündnissystem Englands wurde durch die religiösen Entscheidungen Elisabeths auf den Kopf gestellt. Spanien wurde zum größten Feind des Englischen Königreichs und stattdessen fanden die Engländer neue Verbündete an unwahrscheinlicher Stelle: In den muslimischen Reichen ihrer Zeit.

Alle Déjà-vu Podcasts und Blogartikel findest du wie immer auch auf deja-vu-geschichte.de und wenn dir der Geschichte Podcast gefällt, bewerte ihn doch bitte auf iTunes! Das hilft mir ungemein, ein bisschen Sichtbarkeit in der großen weiten Welt der Podcasts zu erlangen. Bis in zwei Wochen wieder!

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U_J

Ich finde es ja als Katholik schon diskriminierend von der englischen Thronfolge explizit ausgeschlossen zu sein. Dass der englische Monarch als Oberhaupt der Church of England (und Scottland) selbiger angehören sollte, kann ich ja verstehen. Aber zu sagen: Der englische König hat Anglikaner zu sein und verdammt noch mal kein Katholik, ist nicht sehr nett. Spannend wäre mal folgendes Gedankenexperiment: Man stelle sich vor, es käme zu einem Durchbruch in den ökumenischen Bemühungen und zwischen der römisch-katholischen Kirche und der Church of England bestünde Abendmahlsgemeinschaft oder die beiden wären gar uniert(ist unwahrscheinlich, ich weiß. Bis vor ein paar Jahren fanden… Weiterlesen

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