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Was waren die Opiumkriege?

Es ist zwar wahrlich keine Ausnahme, aber dennoch finde ich es schockierend, wie wenig in Europa über die Opiumkriege des 19. Jahrhunderts zwischen Großbritannien und China bekannt ist. Im Westen gilt diese Phase einfach als ein weiteres Kapitel der europäischen Kolonialära und bekommt dann meist keine weitere Erwähnung. Klar. Heute blickt man auf diese Ära auch durchaus kritisch und ja: Der Name des Krieges führt oft zum ein oder anderen Schmunzler. Ernst genommen wird das Thema aber kaum. Das ist in China (und ganz Ostasien) ganz anders. Die Opiumkriege (oder vielmehr der erste und zweite Opiumkrieg – Singular) prägten dort die Geschichte noch über lange Jahre hinweg und tun das eigentlich bis heute. Dementsprechend wenig sind sie vergessen. Es ist also höchste Zeit, das auch hierzulande zu ändern! Reden wir daher über die Opiumkriege, ihre Ursachen und vor allem ihre weitreichenden Folgen.

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Was waren die Opiumkriege nun genau? Das ist gar nicht so einfach zu sagen. Das namensgebende Genussmittel war jedenfalls nicht der einzige (oder auch nur der wichtigste) Auslöser, selbst wenn der erste Opiumkrieg mit einer Beschlagnahmung der illegalen Droge in einem chinesischen Hafen begann. Vielmehr ist das alles eine Geschichte der Globalisierung, der Industrialisierung und der Expansion Europas. Es ist eine Geschichte der Kollision des alten „Reichs der Mitte“ mit einer neuen Weltmacht. Und nicht zuletzt ist es eine Geschichte der vielen Toten und der Unterdrückung. Nicht zufällig prägte diese Auseinandersetzung auch den Begriff „Ungleiche Verträge“ … Nähern wir uns in dieser Folge des Podcast also den Opiumkriegen!

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2 Gedanken zu „Was waren die Opiumkriege?“

  1. Hallo Ralf,
    sehr interessante Folge. Hab gerade die genannte Doktorarbeit – mehr oder weniger – gelesen, genauso wie vor einiger Zeit eine Biografie von Kaiserin Cixi. Die ja in dieser Zeit gelebt hat. Insofern war mir der Taiping-Aufstand zumindest in Grundzügen auch bekannt.
    Wichtig wäre vielleicht auch, daß Japan immer(!) wenn auch indirekt über das Königreich Ryūkyū wenn auch indirekt am Tributsystem teilgenommen hat.
    Ach ja: Ich glaube, daß die Welt vielleicht besser aussehen würde, wenn Zeng-He weiter hätte machen dürfen und seine Schiffe nicht verbrannt worden wären … aber da hätte es vermutlich viele Wendepunkte gegeben, die die Geschichte verändert hätten …
    Ludwig

    1. Wichtiger Hinweis bezüglich Tributsystem. Stimmt: Japan stand da keineswegs außerhalb der chinesischen „globalen Ordnung“, wenn wir es so nennen wollen. Und die Was-wäre-wenn-Fragen bezüglich Zheng He faszinieren mich auch schon lange. Unmöglich zu sagen..

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