Naher Osten

Das Persische Reich fand im 20. Jahrhundert ein ruhmloses Ende. Vorhersehbar war nichts davon. Hier zu sehen: Anhänger der konstitutionellen Revolution von 1906.

Das Persische Reich und sein ruhmloses Ende

Der Persische Reich fand mit der Islamischen Revolution im Jahr 1979 ein ruhmloses Ende. Der letzte Schah Mohammad Reza wurde zur Flucht gezwungen, eine der ältesten Monarchien der Welt hörte quasi über Nacht auf zu existieren. Vorhersehbar war freilich nichts davon, wenn auch das alte Perserreich schon seit Jahrhunderten von einer Krise in die nächste schlitterte. Schon im 16. Jahrhundert bekamen die persischen Schahs es mit einem schier übermächtigen Nachbarn, dem Osmanischen Reich, im Westen zu tun, später marschierten dann regelmäßig russische, britische oder gleich beide Truppen in Persien ein und besetzten immer wieder Teile des Landes.

In dieser Episode des Déjà-vu Geschichte Podcast möchte ich davon erzählen, wie Shah, Politik und Gesellschaft auf diese Herausforderungen reagierten. Ich erzähle von der Konstitutionellen Revolution von 1906, die die absolute Herrschaft der Schahs im Persischen Reich beendete und eine verfassungsmäßige Ordnung schuf. Ich erzähle von den verhängnisvollen Konzessionen, die etwa im Bereich der Erdölförderung an ausländische Investoren vergeben wurden und ich erzähle von der Herrschaftszeit eines Reza Schah Pahlavi, der aus all dem einen radikalen Ausweg suchte. Dabei bleibt am Ende sogar noch Zeit, über die verwirrende Frage des Namens dieses Persischen Reiches zu reden und was seine Umbenennung in Iran wirklich bedeutete. Zum Schluss ist eines sehr deutlich. Nichts an dieser Entwicklung bis hin zur Islamischen Revolution war vorgezeichnet und alles hätte auch ganz einfach anders kommen können. Wie immer in der Geschichte.

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Iran und Demokratie. Die meisten verbinden damit diesen Mann, Mohammad Mossadegh. Hier bei seiner Ankunft in den Niederlanden im Jahr 1952.

Der Fall Iran: Warum am Ende der Geschichte nicht immer die Demokratie steht

Iran und Demokratie. Diese Begriffe verbindet man nicht unbedingt logisch miteinander. Immerhin gilt Iran als zutiefst autokratischer, von einer engstirnigen geistlichen Elite gelenkter Staat, dessen Wahlen und demokratischen Strukturen den Namen kaum verdienen. Unabhängig davon, ob dieses Urteil jetzt hunderprozentig zutrifft oder nicht: Die Geschichte Irans kann uns doch zumindest einiges über die Demokratie und …

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Ein imaginiertes Gemälde von Osman I., dem Gründer des Osmanischen Reichs.

Das Osmanische Reich, das fast nicht hätte sein sollen

Wenn man heute an das Osmanische Reich denkt, hat man erst mal seinen Untergang vor Augen. Man denkt da an den “kranken Mann am Bosporus” des 19. Jahrhunderts, an den verlorenen Ersten Weltkrieg und schließlich an die Machtübernahme Atatürks und somit das Ende des Reiches. Und davor? Auch darauf findet man relativ schnell eine Antwort. …

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Timur Lenk, auch Tamerlan genannt, in einem späteren Gemälde.

Timur Lenk: Als ein Mongole beinahe erneut die Welt veränderte

Timur Lenk, auch Tamerlan genannt, ist wahrscheinlich der zweiterfolgreichste Mongole der Geschichte. Im Gegensatz zu seinem großen Vorgänger und Vorbild Dschingis Khan ist der Name Timur heute aber zu großen Teilen in Vergessenheit geraten. Dabei ist sein Lebenswerk ein mehr als nur außergewöhnliches. Nach dem rasanten Aufstieg im 14. Jahrhundert regierte Timur Lenk schon bald über eines der größten Reiche, das die Geschichte je gesehen hat. In seinem endlosen Expansionsdrang legte er sich mit so ziemlich allen großen Reichen seiner Zeit an – und gewann diese Auseinandersetzungen für üblich. Gegen die Goldene Horde, gegen die Seldschuken und sogar gegen das Osmanische Reich.

Den Osmanen führte er sogar eine derartig schwerwiegende Niederlage zu, dass er ihr gesamtes Reich beinahe aus der Geschichte geprügelt hätte. Der osmanische Sultan Bayezid starb gar in Timurs Gefangenschaft, dessen Söhne gerieten daraufhin in einen Bürgerkrieg gegeneinander. Trotz womöglicher Unterstützung durch das christliche Europa in Form von Spanien und Frankreich entschied sich Timur Lenk aber dagegen, auch gegen die Söhne Bayezids vorzugehen. Auch das Byzantinische Reich ließ er für weitere fünfzig Jahre vor sich hinsiechen, bis die wiedererstarkten Osmanen es einnehmen konnten. Es geht in dieser Podcast-Episode also auch um eines: um eine der großen “Was wäre wenn”-Fragen der Geschichte.

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Jesus Geburt fand auch in der Kunst immer wieder ihren Nachhall. Doch was ist dran an der Weihnachtsgeschichte der Bibel?

Die Geburt Jesus’: Woher wissen wir das alles?

Die Geschichte von Jesus Geburt ist für viele von uns eine der vertrautesten Geschichten überhaupt. Maria und Joseph ziehen wegen einer Volkszählung nach Bethlehem, finden keine Unterkunft und müssen in einem Stall übernachten. Dort kommt das Jesuskind am 25. Dezember auf die Welt, die drei Könige kommen zu Besuch, bringen Gold und so nützliche Dinge wie Weihrauch und Myrrhe und so weiter und so fort … Genau so wird uns die Geburt Jesus Christus teils schon seit der Kindergartenzeit erzählt. Und wie das so bei Geschichten ist, die man in- und auswendig kennt, hinterfragt man die Sache eher selten. Es ist halt eine alte Geschichte. Eine Weihnachtsgeschichte eben.

Dabei ist es verdammt spannend, sich die Entstehung dieser Weihnachtsgeschichte etwas genauer anzuschauen! Was wissen wir denn wirklich über die Geburt Jesus? Woher wissen wir das, was wir wissen? Auf welchen Quellen baut die klassische Weihnachtsgeschichte auf und was sind die Löcher und Probleme mit diesen Quellen? Genau diese Fragen möchte ich mir in dieser Episode des Podcast stellen und versuchen, der Geschichte etwas Grundlage zu geben. Wenig überraschend landet man dabei schnell bei der Bibel – zugegeben nicht unbedingt mein Fachgebiet. Aber auch für einen Historiker und Geschichtenerzähler wie mich ist es doch spannend, sich mal mit den mit ältesten christlichen Quellen überhaupt zu beschäftigen – den vier Evangelien. Und vielleicht wird es dich überraschen: So viel haben die und die Bibel allgemein über die Geburt Jesus gar nicht zu berichten.

Gleich ein Eingeständnis meinerseits: Ich habe König Herodes von Judäa so ziemlich die gesamte Episode über als Herodot angesprochen. Das ist aber freilich eine gänzlich andere Person. Irgendwie flutschte der Name bei mir wohl besser. Bitte um Verzeihung 🙂

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Ein Turm der Zoroaster, Anhänger des Zarathustra in Indien. In Persien starb die Religion fast aus.

Persiens lange Geschichte als Gottesstaat

Der Iran, als Nachfolgestaat Persiens, gilt heute bekanntlich als ein Gottesstaat. Doch die Beziehung des alten Persien zur Religion war schon immer eine faszinierende und vor allem vielschichtige. Daher spreche ich in dieser Episode des Déjà-vu Geschichte Podcast über eine Zeit im antiken Persien, als die Religion der Zoroaster, der Anhänger eines gewissen Zarathustra, beinahe zur Staatsreligion im Perserreich geworden wäre. Dabei stellen sich ein paar Fragen. Wer war dieser Zarathustra überhaupt? Wann lebte er? Wann gründete er den Zoroastrismus und wie wurde dieser dann zur vorherrschenden Religion in einem der bedeutendsten Reiche der Weltgeschichte – dem Perserreich?

Diese Fragen führen uns tief in die tausendjährige Geschichte Persiens, wir stoßen auf einige Ungereimtheiten und vieles mehr, das wir einfach nicht so genau wissen. Trotzdem verfolge ich in der Episode den Weg der Anhänger des Zarathustra durch die Zeiten so gut es eben geht. Am Ende lernen wir erneut, was man uns schon als Kinder beigebracht hat: Wenn zwei sich streiten, freut sich der Dritte. In diesem Fall ist der dritte ein gewisser Mohammed. Ihn kennt man heute ja immer noch recht gut. Den alten Zarathustra? Nun … Nicht so sehr.

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Die Chasaren begründeten das erste und einzige jüdische Reich der Geschichte. Zumindest vor Israel. Aber taten sich das wirklich?

Als das Turkvolk der Chasaren am Kaukasus das einzige jüdische Großreich der Geschichte schuf. Oder auch nicht

Das spannende an Geschichte ist, dass sie nur so vor faszinierenden Erzählungen und Ereignissen strotzt. Man muss eigentlich nichts erfinden, um eine fesselnde Story zu erzählen. Trotzdem tendieren gerade die spannendsten Erzählungen der Geschichte oft dazu, zu Mythen umzuschlagen oder gar von Verschwörungstheoretikern aufgenommen zu werden. Was dann tatsächlich Geschichte und was Mythos ist, ist …

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Kaum ein Ereignis zeigt wie die Suezkrise, wie rapide es mit den europäischen Kolonialmächten bergab ging.

Die Suezkrise. Irgendwie läuft das mit dem Imperialismus nicht mehr so recht…

Alte Gewohnheiten kann man sich bekanntlich nur schwer abgewöhnen. Das weiß ja jeder von uns, auch wenn wir uns – so wie jetzt – zu Jahresbeginn gerne Anderes einreden. Um eine besonders liebgewonnene Gewohnheit der Europäer soll es heute gehen: den Imperialismus! Genauer gesagt um dessen spektakuläres Ende in der Suezkrise von 1956. Da wollten …

Die Suezkrise. Irgendwie läuft das mit dem Imperialismus nicht mehr so recht… Weiterlesen »