Archive: Episoden

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Advent, Advent

Im Advent soll man (so heißt es zumindest immer) Zeit mit seinen Liebsten verbringen. Das habe ich mir mal zu Herzen genommen und gehe am Dienstag, den 10. Dezember, das erste Mal seit eineinhalb Jahren wieder auf Facebook live. Dabei möchte ich Fragen von meinen Hörerinnen und Hörern beantworten und natürlich: Die Audiospur kommt dann auch in die nächste Podcastfolge!

Brennt dir irgendeine Frage schon länger auf den Lippen? Dann schick sie mir doch per E-Mail!

Du erreichst mich unter feedback@deja-vu-geschichte.de

Den Facebook-Livestream findest du am Dienstag um 19 Uhr hier: https://www.facebook.com/dejavugeschichte

Die Flat Earth dargestellt auf einer altertümlich wirkenden Karte. Aber wie alt ist die Theorie der flachen Erde wirklich?

Die Flat Earth Theorie

Die Erde ist flach. Diese absurde Aussage hört man dieser Tage leider immer wieder mal. Die Flat Earth Theorie zieht offensichtlich ihre Kreise. Das ist schon mal auf mehreren Ebenen interessant. Dass die Idee einer flachen Erde zwar vollkommener Blödsinn ist und allem wissenschaftlichen Verständnis widerspricht, ist einerseits klar. Andererseits stellt sich aber doch die Frage, warum die Flatearthers trotzdem daran glauben und welche “Beweise” sie für ihre Theorien vorlegen. Und es stellt sich noch eine viel grundlegendere Frage: Glaubten die Menschen nicht noch bis vor wenigen Jahrhunderten, dass die Erde flach war? Wer sagt uns denn, dass unsere immer noch junge Forschung das Ende der Diskussion ist?

Das wollen wir uns in dieser Episode des Déjà-vu Geschichte Podcast anschauen. Ich mache das aber nicht allein, sondern habe mir sozusagen die Experten des Faches mit an Bord geholt: Alexa und Alexander von Hoaxilla! Gemeinsam reden wir darüber, wie sich die Menschheit in der Vergangenheit die Erde vorgestellt hat, ab wann die Idee eines Erdballs Form annahm, worauf sich die Mitglieder der Flat Earth Society und Bewegung heute beziehen und letzten Endes, warum Flacherdler trotz aller Beweise für das Gegenteil, an der Idee der Flat Earth festhalten. Kleiner Spoiler: Es liegt nicht ausschließlich daran, dass sie alle behämmert sind.

Diese Episode findest du auch auf deja-vu-geschichte.de. Dort kannst du mir gerne ein Kommentar hinterlassen, ich würde mich freuen, von dir zu hören! Und wenn dir der Déjà-vu Geschichte Podcast gefällt, abonniere ihn doch bitte in deinem Podcatcher und bewerte ihn auf Apple Podcasts! Das hilft mir ungemein, ein bisschen Sichtbarkeit in der großen weiten Welt der Podcasts zu erlangen.

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Zur Webseite von Hoaxilla: https://www.hoaxilla.com/
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Wissenschaftliches Paper zur Dekonstruktion der Flachen Erde von Roland Bernhard: https://bit.ly/2L4sAi8
CNN-Artikel zur Flat Earth Bewegung (auf englisch und voller Puns!): https://cnn.it/33z6qLg
Trailer der Netflix-Doku “Behind the Curve”: https://www.youtube.com/watch?v=Gnsm81gjo1E

Der Deutsche Orden, dargestellt im Codex Manesse um das Jahr 1300.

Ein vergessener Kreuzzug. Der Deutsche Orden und die Heiden der Ostsee

Die Zeit der Kreuzzüge nimmt in der europäischen Geschichte einen bedeutenden Platz ein, der inzwischen zum Glück auch kritisch betrachtet wird. Abgesehen von irgendwelchen abstrusen Gestalten in den rechten Ecken des Internets zumindest. Das Ziel der Kreuzzüge im 12. und 13. Jahrhundert ist ebenso bis heute bekannt: Die Gotteskrieger zog es meist Palästina und insbesondere nach Jerusalem, das es von den bösen Muslimen zurückzuerobern galt. Nebenbei fand sich aber auch Ägypten als Opfer dieser Angriffe wieder und sogar das christliche Konstantinopel wurde einmal von einem Kreuzfahrerheer geplündert. Einen Ort, den man aber sicher nicht mit den Kreuzzügen verbindet, ist das Baltikum. Doch auch dorthin fanden im Mittelalter Kreuzzüge statt und das mit gutem Grund für die Menschen der Zeit: Immerhin lebten im Baltikum die letzten Heiden Europas!

Schon im 12. Jahrhundert kam es also zu den ersten Kreuzzügen in diesen abgelegenen Teil des Kontinents. Erst in das Gebiet an der heutigen polnisch-deutschen Grenze, dann nach Livland im Baltikum und schließlich in ein Gebiet, das man später als Preußen kennen würde. Haupttreiber dieser Eroberungen war der berüchtigte Deutsche Orden, auch als Teutonischer Orden bekannt. Dieser deutsche Ritterorden, der sich kurz davor eigentlich im Heiligen Land gegründet hatte, würde die Geschichte Europas für immer verändern. Der Deutschorden zog nämlich nicht nur in Preußen ein, unterwarf und christianisierte die lokale Bevölkerung und baute daraus einen ganzen Staat. Nein. Aus ihm entstand später auch das Herzogtum Preußen und damit der Vorläufer des vereinigten Deutschlands. Mit allen Altlasten, die sich noch zeigen würden …

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Titus Oates dargestellt auf dem Galgen. Nicht ganz ohne Grund, nachdem er jahrelang von nicht-existenten Papistenverschwörungen sprach.

Titus Oates und seine Papistenverschwörung

Im 17. Jahrhundert entwickelte England ein langlebiges Problem: Sein Problem mit dem Katholizismus. Was schon mit Heinrich VIII. und später mit Ereignissen wie der Pulververschwörung um Guy Fawkes seinen Anfang nahm, fand in jenem Jahrhundert in zahlreichen Papistenverschwörungen seine logische Fortsetzung. Das waren angebliche Verschwörungen, denen zufolge katholische Kräfte die Macht in London wieder an sich reißen wollten. Und um eine genau solche geht es in dieser Folge: Den Papist Plot, den ein Titus Oates im späten 17. Jahrhundert aufgedeckt haben will. In jener Zeit tauchte dieser ehemalige Geistliche der Anglikanischen Kirche plötzlich in London auf und berichtete von einem atemberaubenden Plan: Die Jesuiten, der französische König und katholische Adelige in England sollen planen, den König zu ermorden! Wo Titus Oates das alles her hatte? Das hinterfragte damals niemand.

Im protestantischen England jener Zeit herrschte ein so radikaler Antikatholizismus, dass “Popish Plots” wie dieser als einfache Wahrheit angenommen wurden. Natürlich gab es eine solche Verschwörung in papsttreuen Kreisen! Da musste ein Mann wie Titus Oates doch keine großartigen Beweise mehr liefern! Das Resultat war vorhersehbar: zahlreiche zu unrecht verurteilte und ermordete Menschen. Konsequenzen musste dafür aber niemand tragen. Das englische Problem mit der Religion würde stattdessen noch jahrhundertelang fortbestehen und die Church of England blieb noch lange auf dem Standpunkt, dass ein Katholik gar nicht echter Engländer sein konnte.

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Musik als Waffe. Das blickt auf eine lange Geschichte zurück. Hier etwa in einer klassischen Darstellung der Schlacht um Jericho.

Musik als Waffe

Musik als Waffe. Das klingt auf den ersten Blick wie eine recht absurde und schwer vorstellbare Idee. Aber doch blickt die Verwendung von Musik für den Krieg und auch für die Folter auf eine lange Geschichte zurück. Im Beitragsbild zu dieser Episode ist zum Beispiel die alttestamentarische Schlacht von Jericho zu sehen, in der angeblich Trompeter die Mauern der belagerten Stadt zum Einsturz brachten. Das soll um 1500 vor Christus gewesen sein, wenn auch vieles gegen die Glaubwürdigkeit dieser Geschichte spricht. Militärmusiker oder Trommler spielten aber trotzdem schon seit Jahrhunderten wenn nicht Jahrtausenden eine wichtige Rolle im Krieg. Sie feuerten die eigenen Truppen an und sollten die Feinde in Angst und Schrecken versetzen. Und doch sind es erst die letzten paar Jahrzehnte, in denen Musik und ihre Nutzung als Waffe ihren Höhepunkt erreichte.

In dieser Episode des Podcast spreche ich über einige der bekannteren Beispiele der jüngeren Geschichte, in denen genau das geschehen ist. Ich erzähle etwa von der demilitarisierten Zone zwischen Nord- und Südkorea und die seit den 50er-Jahren dort stationierten Lautsprechertürmen, mit denen sich die beiden Seiten mit Propagandamusik beschallen. Ich bespreche die Nutzung von Musik durch die USA, sowohl im “klassischen” Kriegseinsatz in Afghanistan als auch als Instrument in der Musikfolter, wie sie in Guantanamo und in anderen Gefängnissen eingesetzt wurde. Und um nicht auf eine allzu depressive Art zu enden, erzähle ich zum Schluss noch die faszinierende Geschichte von Manuel Noriega, dem de-facto Diktator Panamas und langjährigen Partner der CIA, und was eine US Invasion mit dem Ziel seiner Absetzung mit Rockbands wie Guns n’ Roses und The Clash zu tun hat.

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Links zu dieser Episode:

Blogartikel zur Protestmusik: https://ralfgrabuschnig.com/protestlied-geschichte
Artikel von ORF: https://orf.at/stories/3134427/
Artikel der BBC: https://www.bbc.com/news/world-latin-america-40090809
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Samuel Hahnemann und seine Homöopathie brachten die Medizinwelt des 19. Jahrhunderts ziemlich durcheinander. Hier eine dramatische Darstellung des Kampfes zwischen einem allopathischen und homöopathischen Arzt.

Samuel Hahnemann und die Geschichte der Homöopathie

Samuel Hahnemann gilt als Begründer der Homöopathie. Das sollte jetzt eigentlich keine allzu große Geschichte sein. Immerhin hat das, was dieser Mann da im 18. Jahrhundert erfunden hat, keinerlei medizinische Wirkung (zumindest keine über den Placeboeffekt hinausgehende) und wurde von der modernen Medizin schon lange überholt. Aber leider leben wir offensichtlich in keiner so aufgeklärten Welt, dass logische Argumente wie dieses auch tatsächlich zum Ende einer Irrlehre führen würden. Stattdessen gibt es die Homöopathie nach wie vor. Gerade in Deutschland schmeißen sich die Leute massenhaft Globuli in den Rachen und der gleichermaßen magische wie falsche Satz “wer heilt hat recht” wird immer noch durch die Medien gejagt. Das ist tragisch. Samuel Hahnemann und seine “Heilmethoden” mögen nämlich in ihrer Zeit durchaus ihre Berechtigung gehabt haben. Dass wir uns heute aber noch mit homöopathischen “Mitteln”, Voodoo-Medizin wie dem Potenzieren und sturen Verfechtern desselben herumschlagen müssen, entbehrt jeder logischen Erklärung.

Da lohnt es sich schon mal, in die Geschichte des Ganzen einzutauchen. Ich habe mich dafür mit den werten Herren von Das Ach in Nürnberg zusammengesetzt. Fast drei Stunden lang haben wir uns dort über das Leben des Samuel Hahnemann unterhalten, über sein Hauptwerk, das “Organon der Heilkunst”, über homöopathische Konzepte wie die Erstverschlimmerung, die Idee “Ähnliches mit Ähnlichem zu heilen” und die Absurdität der Potenzierung. Und das alles taten wir, um herauszufinden: Wer war Samuel Hahnemann eigentlich und was ist Homöopathie? Hier habe ich unser Gespräch auf knapp die Hälfte geschnitten (es ist ja auch so schon lange genug). Bei den Kollegen von Das Ach kannst du dir aber die gesamte Episode anhören, in der wir neben der Homöopathie auch noch über einige andere Pseudowissenschaften und selbsternannte “Leugner” reden.

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Links zur Episode:

Die Folge in ihrer vollen Länge bei Das Ach: https://das-a.ch/34-homoeopathie-und-andere-nichtmedizinische-pseudowissenschaften/
Teste dein Wissen über die Medizingeschichte in meinem kleinen Quiz: https://ralfgrabuschnig.com/quiz-medizin-geschichte
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Special – Joseph Kyselak. Graffitimeister der Biedermeierzeit

Die heutige Episode ist mal wieder eine Sonderfolge und der Grund dafür ist derselbe wie jedes Jahr: Heute ist nämlich #InternationalPodcastDay! Letztes Jahr habe ich zu diesem Anlass bereits einen älteren Blogartikel von mir vertont, konkret die Geschichte der Grand Tour, und dieses Jahr mache etwas ganz ähnliches. Ich erzähle dir eine Geschichte, die ich ebenfalls schon vor langer Zeit auf dem Blog erzählt habe: Die von Joseph Kyselak, Taugenichts aus dem Biedermeier und Erfinder der Graffiti. Denn manche Geschichten haben es auch verdient, mehrfach erzählt zu werden!

Ich erzähle dir in dieser Episode also, wie es passieren konnte, dass der an sich unauffällige Wiener Trunkenbold Joseph Kyselak in den 1820er-Jahren zur Berühmtheit im Habsburgerreich wurde. Das war ja immerhin auch sein erklärtes Ziel, denn er war eine Wette eingegangen, in der er behauptete, genau das bewerkstelligen zu können. Und das (so muss man als waschechter Wiener betonen) ohne eine Straftat zu begehen oder eine neue Suizidmethode zu erfinden. Um sein Vorhaben also in die Tat umzusetzen, machte sich Kyselak auf auf eine Wanderung quer durch Österreich und hinterließ allerorts an gut sichtbaren Orten sein Markenzeichen: Den eigenen Namen in großer, schwarzer Schrift. Die Wette gewann er damit schnell, die Medien diskutierten wild die Herkunft dieser merkwürdigen Schriftzüge und so ganz nebenbei erfand er damit auch das moderne Graffiti.

Wie immer findest du diese Folge auf deja-vu-geschichte.de, wo ich mich sehr über Kommentare freue. Und wenn dir der Déjà-vu Geschichte Podcast gefällt, bewerte ihn doch bitte auf Apple Podcasts! Das hilft mir ungemein, ein bisschen Sichtbarkeit in der großen weiten Welt der Podcasts zu erlangen.

Links zur Episode:

Das ganze Hörbuch im Newsletter: https://ralfgrabuschnig.com/newsletter
Mehr zum International Podcast Day: https://internationalpodcastday.com
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Bayern und das Bier teilen eine lange Geschichte. Hier zu sehen eine "Bierbeschau" im 17. Jahrhundert. Aus der Ausstellung "Bier in Bayern", fotografiert von Wolfgang Sauber.

Bayern und die Liebe zum Bier

In der Oktoberfestzeit merkt man es besonders deutlich: Bayern und das Bier, das ist eine wahre Liebesgeschichte. Und das trifft nicht nur auf große Teile der Gesellschaft zu, es trifft auch auf den Staat selbst zu. Der tritt immerhin bis heute als Brauereibesitzer auf, etwa im Münchner Hofbräu oder in der Brauerei Weihenstephan! Während ich diese Woche also auf dem Blog ganz aktuell über die Geschichte des Oktoberfests rede, möchte ich mir in dieser Folge des Podcasts die Rolle des Biers in der bayerischen Vergangenheit etwas näher anschauen. Dabei stütze ich mich ebenfalls auf einen (inzwischen recht alten) Blogartikel von mir, in dem es genauso um Bayern und das Bier ging. Aber ab und zu kann man ja auch ältere Inhalte wieder aufgreifen 😉

Die Liebesbeziehung zwischen Bayern und dem Bier fängt im 16. Jahrhundert an. Bis zu dem Zeitpunkt war Bayern noch Weinland und mit Ausnahme einiger Mönche spielte das Bier keine große Rolle im Land, doch mit Ende des Mittelalters änderte sich etwas. Untergärige Biere zogen in Bayern wie anderswo ein und es dauerte nicht lange, bis auch der Staat seine Finger im Spiel hatte. Die erste berühmte Maßnahme bezüglich der bayerischen Brauereien war dann das sogenannte Reinheitsgebot von 1516. Bald folgten immer neue Episoden, in denen sich Brauwesen und Staat näher kamen: Eine Ordnung bezüglich der Brauzeiten kam Mitte des Jahrhunderts und im frühen 17. Jahrhundert schließlich steht der Beginn des Weißbiermonopols, dem wohl bairischsten Wort der Welt. Spätestens seit dieser Zeit ist das Bier aus dem Freistaat nicht mehr wegzudenken und so ziemlich jede bedeutende Entwicklung hatte seitdem auch irgendwo etwas mit Bier zu tun. Von einigen davon erzähle ich in dieser Folge des Podcast.

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Blogartikel zum Oktoberfest: https://ralfgrabuschnig.com/oktoberfest-geschichte-ursprung
Die Münchner Bierrevolution: https://ralfgrabuschnig.com/volksaufstand-geschichte-top-drei
Alter Blogartikel über Bayern und das Bier: https://ralfgrabuschnig.com/bayern-bier-reinheitsgebot
Das Buch “Bier. Geschichte und Genuss” (Affiliate Link zu Amazon): https://amzn.to/2QdHdVi
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Der Austrofaschismus war in Österreich nicht unausweichlich. Die Ereignisse der Zwischenkriegszeit, die Polarisierung und Militarisierung wie in der auf diesem Foto zu sehenden Heimwehr bereiteten seinen Weg.

Österreichs Weg in den Austrofaschismus

Schon ganze fünf Jahre vor dem “Anschluss” an das nationalsozialistische Deutschland fand die erste Demokratie in Österreich ihr Ende. Seit 1933 herrschte dort der Austrofaschismus. Oder zumindest wurde das autoritäre Regime von Kanzler-Diktator Engelbert Dollfuß und seinem Nachfolger Kurt Schuschnigg schon damals von seinen Feinden so genannt. Die Gewaltherrscher selbst fanden selbstredend schönere Namen dafür. Doch nichts an dieser Entwicklung zur Diktator war in Österreich vorgezeichnet, wie ja auch der Schritt Deutschlands in den Nationalsozialismus keinesfalls zwangsläufig war. Der Weg in den Austrofaschismus der Dreißigerjahre musste im Jahrzehnt davor erst geebnet werden und genau um diesen Weg in die Diktator soll es in dieser neuen Episode des Déjà-vu Geschichte Podcast gehen.

Ich spreche in dieser Folge über einige der Entwicklungen der österreichischen Zwischenkriegszeit und wie sie den Austrofaschismus mit vorbereitet haben. Insbesondere muss man da über die beispiellose politische Polarisierung reden, die die beiden großen Blöcke der Zeit – die konservativen Christlich-Sozialen und die Sozialdemokraten – immer hermetischer voneinander trennte. Im Bund gab es seit 1921 keine sozialdemokratische Regierungsbeteiligung mehr und das trotz Wahlergebnissen nahe der 40 Prozent. In der Hauptstadt, wo sie auf eine absolute Mehrheit aufbauen konnte, werkelte die Arbeiterpartei währenddessen am Gegenmodell zum konservativen Österreich: dem Roten Wien. Kompromiss war in dieser Konstellation weitgehend nicht mehr vorgesehen. Durch die parallele Militarisierung der Zeit standen sich die beiden Blöcke dann auch bald in Form ihrer paramilitärischen Gruppierungen auf den Straßen Österreichs gegenüber. Am Ende dieser Turbulenten Zeit stand dann der Austrofaschismus.

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Blogartikel über die Zwischenkriegszeit in Österreich: https://ralfgrabuschnig.com/staendestaat-oesterreich
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Mit der Industriellen Revolution begann der menschgemachte Treibhauseffekt und damit das Anthropozän. Das hat gerade in England auch seine Spuren in der Kunst hinterlassen.

Die Industrielle Revolution, der Treibhauseffekt und das Anthropozän

Der menschgemachte Treibhauseffekt und seine Folgen sind heute schon lange unübersehbar geworden. Selbst wenn die “Klimaleugner” der Welt immer noch behaupten, wir hätten nichts damit zu tun, wärmt sich die Erde seit Jahrzehnten auf und Schuld daran tragen ausschließlich wir. Der Einfluss, den Menschen durch die Emission von Kohlendioxid und anderen Treibhausgasen auf unseren Planeten haben, geht inzwischen sogar so weit, dass die ersten Wissenschaftler von einer ganz neuen Ära der Erdgeschichte sprechen. Wir befinden uns laut ihnen schon lange im Anthropozän, der Ära des Menschen. Soll heißen: Nichts hat in unserer Zeit größeren Einfluss auf die Erde und das Erdklima als die Aktivitäten der Menschheit.

Das ist nun aber freilich nicht ganz neu. Der anthropogene Treibhauseffekt, der neben dem natürlichen Treibhauseffekt noch zusätzlich die Erderwärmung antreibt, existiert inzwischen seit 200 Jahren. Die Ursachen dafür sind uns ebenfalls bekannt. Sie liegen natürlich in der Industriellen Revolution. Aus diesem Grund schaue ich mir in dieser Folge des Podcasts also mal an, ab wann der Ausstoß von CO2 durch die Menschheit wirklich messbar wird, ab wann der daraus entstehende künstliche Treibhauseffekt einsetzte und ab wann die ersten Leute bemerkten, dass da etwas ganz gewaltig schief läuft. Denn das tut es, wie ich dir ja hoffentlich nicht erklären muss.

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Blogartikel über Klimakatastrophen der Geschichte: https://ralfgrabuschnig.com/klimakatastrophen-geschichte
Frühe Episode zum Klimawandel: https://ralfgrabuschnig.com/klimawandel-geschichte
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