Archive: Episoden

Sekten und komische Kirchen gab es in der amerikanischen Geschichte schon immer. Eine Episode über Mormonen, Scientology und den Peoples Temple.

Sekten, Kirchen und falsche Propheten in Amerika

Amerika gilt als Land der unbegrenzten Möglichkeiten. Und das stimmt auch! Also zumindest für religiöse Fanatiker und falsche Propheten, die dort neue Sekten, Kirchen und Religionen begründen wollen. Kein anderes westliches Land hat eine mit den USA vergleichbare Zahl an Sekten und sektenartigen Gemeinschaften, fragwürdigen Kirchen und Menschen, die sich selbst  als Propheten oder gar den leibhaftigen Messias sehen. Und das hat sich in der Geschichte des Landes auch immer wieder eindrucksvoll gezeigt.

In dieser Episode des Déjà-vu Geschichte Podcast schaue ich mir einige der Sekten, religiösen Fanatiker und falschen Propheten an, die in den USA innerhalb der letzten zweihundert Jahre teils legendäre Berühmtheit erlangt haben. Das ist zum Beispiel die Geschichte von Joseph Smith, der mit seiner Kreation, der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage, besser bekannt als Mormonen, einen ganzen Staat übernahm. Oder die Geschichte von L. Ron Hubbard, der mit Scientology die wohl modernste und gleichzeitig abstruseste Religion unserer Zeit schuf. Kein Wunder, war Hubbard doch immerhin ein Science-Fiction-Autor. Oder die Geschichte von Jim Jones, der mit seinem Peoples Temple und der versuchten Errichtung des Himmels auf Erden im guyanischen Jonestown sein tragisches Ende in einem unfassbaren Massaker fand. Religion ist immer und überall eine komplizierte Sache. Ganz besonders gilt das aber für die USA, wie es scheint.

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Fabians Episode zum Peoples Temple auf Secta: https://secta.fm/peoples-temple/
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South Park über Scientology: https://bit.ly/2N8fjUQ

Ein echter Reichsbürger mit Alu-Pickelhaube. Die haben krude Verschwörungstheorien. Zeit, sich mal Definition, Geschichte und rechtlichen Argumenten der Reichsbürger auseinanderzusetzen.

Die Reichsbürger, ihre irren Verschwörungstheorien und Argumente

Verschwörungstheoretiker und ähnliche Irre gibt es ja wie Sand am Meer. Das war schon immer so. Eine neue Ausprägung schafft es derzeit aber öfter in die Medien als alle anderen: die Reichsbürger. Es gibt zwar zum Glück immer noch nicht furchtbar viele von ihnen, aber sie machen Staat und Gesellschaft in Deutschland inzwischen einige Probleme. Mit ihrer kruden Verschwörungstheorie, dass die Bundesrepublik Deutschland gar nicht existiere, weigern sich solche Reichsbürger etwa – ohne jeglichen Erfolg, versteht sich – Strafzettel und andere Bußgelder zu bezahlen. Damit nerven sie Kommunalbeamte schon seit Jahren. Nachdem ein ganz besonders irrer Vertreter 2016 aber einen Polizisten im fränkischen Georgensgmünd erschossen hat, rücken die Reichsbürger nun auch in die allgemeine Wahrnehmung.

In dieser Episode des Déjà-vu Geschichte Podcast darf ich zum ersten Mal einen Gast bei mir begrüßen. Und da Reichsbürger ja gerne mit pseudo-rechtlichen Argumenten daherkommen, liegt nichts näher, als dafür mit einem Juristen zu reden. Mit Andreas Moser habe ich aber nicht nur irgendeinen Juristen an Bord, nein, er betreibt auch noch einen mehr als lesenswerten Reiseblog.

Gemeinsam suchen wir nach einer Definition für Reichsbürger, werfen einen Blick in die Geschichte der Bewegung, ihre historischen Argumente und nicht zuletzt den juristischen Blödsinn, den sie gerne von sich geben. Wir versuchen auch, ein paar unterschiedliche Typen Reichsbürger zu definieren. Von strammen Neonazis über verblendete Verschwörungstheoretiker bis hin zu Abzockern, die mit Reichsbürger-Ausweisen, Führerscheinen und anderen Dokumenten reichlich Geld verdienen, ist da nämlich alles dabei.

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Andreas’ Blogartikel zur Episode: https://andreas-moser.blog/2018/06/03/reichsbuerger/

Wilhelm Tell: Der mythologische Held der Schweiz und Kämpfer für die Unabhängigkeit. der Eidgenossenschaft Es folgte das Schweizer Modell: Banken, Uhren, Neutralität.

Die Unabhängigkeit der Schweiz: Banken, Uhren, Neutralität!

Die Schweiz. Für viele heißt das in erster Linie Banken, Uhren und Neutralität. Dank der Schweizer Banken und anderer großer Unternehmen wird die Schweiz wie wohl kaum ein anderes Land mit ihrer Wirtschaft identifiziert. Doch nicht nur deshalb ist die Schweizer Eidgenossenschaft ein für Europa mehr als außergewöhnliches Land. Die Geschichte dieses kleinen, ein bisschen merkwürdigen Landes ist nämlich ein absoluter Sonderfall. Und einer, der schon eine geraume Zeit zurückliegt. Bis ins Hochmittelalter sogar.

In dieser Episode des Déjà-vu Geschichte Podcast erzähle ich dir die Geschichte, wie die Schweiz vor 700 Jahren ihre Unabhängigkeit von den Habsburgern und dem Heiligen Römischen Reich erlangte und danach langsam zu dem wurde, was sie heute ist. Und dieses Mal erzähle ich dir das nicht nur aus Perspektive der “harten” Wissenschaft. Nein, ich erzähle dir bei der Gelegenheit auch ein kleines Märchen. Denn Märchen und Sagen können uns so viel darüber beibringen, wie sich Gesellschaften in der Vergangenheit gerne selbst gesehen hätten. Das sollten wir nicht ignorieren. Aja, und außerdem machen Märchen Spaß.

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Blogpost zu den Hugenotten: https://ralfgrabuschnig.com/hugenotten-fluechtlingskrise/
Gastepisode bei Zeitsprung FM: https://www.zeitsprung.fm/podcast/zs137/

Globalisierung aus China? Der Größenvergleich der Schiffe Zheng Hes und Columbus' zeigt, wie radikal anders alles hätte kommen können.

Als China beinahe die Globalisierung erfand

Die Geschichte der Globalisierung ist eine durch und durch europäische. Seit Christoph Columbus die neue Welt und Vasco da Gama den Seeweg nach Indien entdeckten, ging es Schlag auf Schlag. Und ehe man sich versah, saßen Spanier, Portugiesen, bald aber auch Franzosen, Holländer und Briten an allen Ecken und Enden der bekannten Welt und brachten den Kolonialismus mit.

Dabei hätte alles anders kommen können. Die Globalisierung hätte auch von China ausgehen können! Schon sechzig Jahre vor Columbus und da Gama hatte China nämlich seinen eigenen großen Seefahrer: Zheng He. Und der kam mit seiner gigantischen Flotte weiter, als man es sich vorstellen kann.

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Größenvergleich der Schiffe: https://bit.ly/2LmEktE

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Malthus und die Weltbevölkerung

An der Wende zum 19. Jahrhundert stellte der Nationalökonom Thomas Robert Malthus eine bahnbrechende Theorie zur Bevölkerungsentwicklung vor. Der sagte, dass die Weltbevölkerung schneller wächst, als die Nahrungsmittelversorgung ihr folgen kann. Dieses untragbare Bevölkerungswachstum muss sich also früher oder später selbst korrigieren. Durch Krieg, Seuche und Hungersnot. Und all das schien ihn obendrein nicht mal sonderlich zu stören. Heute wissen wir, dass Malthus‘ Bevölkerungsfalle nie eintrat. Wie konnte eine so weit rezipierte Theorie also so grundlegend daneben liegen? Und vor allem: Warum hatte Malthus trotz allem nicht vollkommen unrecht?

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Eine Geschichte des Klimas und wie der Klimawandel der Menschheit in der Geschichte immer wieder eine verpasste

Eine kleine Geschichte des Klimawandels

Kaum eine Theorie könnte besser belegt sein als der Klimawandel. Trotzdem gibt es immer noch Leute, die ihn nicht für echt halten. Man kann sich eigentlich nur auf den Kopf greifen. Oder man kann auch mal als Historiker einfach seinen Senf dazu geben.

Daher gebe ich in dieser Episode eine Definition des Klimas und begebe mich auf die Ursachen des Klimawandels im Verlauf der Geschichte. Erderwärmung und Abkühlung gab es schon immer und sie haben den Menschen immer Probleme gemacht, von der Steinzeit über die Römer bis hin zur Kleinen Eiszeit der Neuzeit. Warum das alles mit der heutigen Erderwärmung trotzdem kaum etwas zu tun hat, erfahrt ihr hier.

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Der YouTube-Kanal “Spacetime”: https://www.youtube.com/channel/UC7_gcs09iThXybpVgjHZ_7g

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Autokratie in Russland. Von Ivan dem Schrecklichen bis Putin?

Russland und seine Autokratie. Das ist ja fast schon ein Running Gag und die beiden Worte sind inzwischen beinahe Synonyme. Vor kurzem wurde das – wie es scheint – wieder einmal bewiesen. Vladimir Putin gewann im März 2018 ein weiteres Mal die Präsidentschaftswahlen in Russland, diesmal mit ganzen 70 Prozent der Stimmen! Bei solchen Zahlen kann man schon auch mal hellhörig werden. Aber hey! Immerhin hat Putin es diesmal geschafft, die Wahlbeteiligung bei unter 100 Prozent zu halten. Das war auch nicht immer so. Sie lernen ja doch, die Russen.

In dieser Episode des Déjà-vu Geschichte Podcast geht es um genau diese Geschichte: die Autokratie und ihre Rolle in Russland. Warum sind diese beiden Worte so eng miteinander verbunden? Ist die Autokratie in Russland wirklich immer noch so dominant und hat die Demokratie dort tatsächlich einfach keine Chance? Oder ganz blöd gefragt: Wie viel hat Putin mit Ivan dem Schrecklichen gemeinsam? Dazu unternehmen wir eine Reise durch die Geschichte Russlands in den letzten 1200 Jahren. Unterwegs schauen wir uns an, wann und wo genau die Autokratie zum Bestandteil des russischen Staats und der russischen Seele geworden ist – oder sein soll! Und ob wir wirklich eine direkte Linie von den frühen Russen über Ivan den Schrecklichen, Peter den Großen, Lenin, Stalin bis Putin ziehen können … nun, das werden wir dann am Ende herausfinden.

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Blogartikel zu Russland und den Wikingern: https://ralfgrabuschnig.com/russland-europa-wikinger/

Die Boulevardpresse und ihre Rolle bei der Entstehung des modernen Journalismus

Boulevardpresse und die Geburt des modernen Journalismus

Zeitungen gibt es seit Jahrhunderten, für lange Zeit hatten sie aber ein grundlegendes Problem: Sie waren furchtbar langweilig! Bis Ende des 19. Jahrhunderts ein paar gewiefte Herausgeber eine neue Leserschaft für sich entdeckten und ihre Zeitungen zu Giganten ihrer Zeit machten. Die Geschichten von Joseph Pulitzer, William Randolph Hearst und Harold Harmsworth, 1. Viscount Rothermere. Wie sie die Boulevardpresse erfanden und Medien zu dem machten, was sie heute sind. Aja: und Nazis, ungarische Nationalisten, Flugzeuge und ein Putschversuch kommen auch vor. Man darf gespannt sein!

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Blogartikel zum Spanisch-Amerikanischen Krieg: https://ralfgrabuschnig.com/spanisch-amerikanischer-krieg/

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Der Stone of Scone, schottischer Nationalismus und der britische Staat

Der Stone of Scone – auch Stone of Destiny – ist nur ein Stein. Seine Geschichte erzählt uns trotzdem viel über England, Schottland und das gar nicht mal so Vereinigte Königreich von Großbritannien. Und darüber, wie so unnütze Gegenstände wie ein Stein mythologisch aufgeladen und für die jeweils eigene Seite genutzt werden können.

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Foto des Steins: https://bit.ly/2GKDc18

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Valentinstag und Frauenhelden in der Geschichte

Vieles von dem, was wir heute als “romantisch” verstehen, was von modernen Männern und von modernen Frauen erwartete wird, kommt aus dem 18. und 19. Jahrhundert. In dieser ersten Episode des Déjà-vu Geschichte Podcasts geht es um zwei berühmte Frauenhelden dieser Zeit, Giacomo Casanova und Lord Byron, und warum das alles gar nicht mal so romantisch war. Hätte es damals nur schon #metoo gegeben…

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