Mythen aus der Reformationszeit

Mythen und Falschbehauptungen gab es in der Geschichte schon immer. Aber ab wann können wir von modernen „Fake News“ sprechen? Eine einfache Antwort darauf wird sich nicht finden lassen, aber die Reformationszeit in Europa ist doch eine heiße Kandidatin. Die Reformation beziehungsweise ihre Vertreter wie Martin Luther hatten nämlich schon bald großes Interesse daran, die Katholische Kirche bei jeder Gelegenheit zu diskreditieren. Dazu wurden unter anderem alte Mythen wieder ausgegraben – auch das ein Teil der Glaubenskriege der Reformationszeit und danach.

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Gemeinsam mit dem Buddler spreche ich in dieser Folge des Déjà-vu Geschichte Podcast also über einige dieser Mythen der Reformationszeit. Konkret wird es um die sogenannte Konstantinische Schenkung, die (angeblichen) Papistenverschwörungen in England und die Geschichte der Päpstin gehen. Wie haben reformatorische und protestantische Kräfte alte Mythen genutzt, um gegen die Kirche vorzugehen? Wo kamen diese Mythen her? Was macht ausgerechnet die Reformationzeit zu so einer Hochzeit der frühen Fake News und was hat das alles mit Flugschriften und neuen Massenmedien zu tun? Das erfährst du in der Folge!

Diese Episode und die Shownotes findest du auch auf ralfgrabuschnig.com. Dort kannst du mir gerne ein Kommentar hinterlassen, ich würde mich freuen, von dir zu hören! Und wenn dir der Déjà-vu Geschichte Podcast gefällt, abonniere ihn doch bitte in deinem Podcatcher. Das hilft mir ungemein, ein Sichtbarkeit in der großen weiten Welt der Podcasts zu erlangen

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3 Gedanken zu „Mythen aus der Reformationszeit“

  1. Ludwig Georg Rehle

    Hallo Ralf,
    erste Fake-News des Podcasts: Konstantin der Große ist wohl nicht(!) zum Christentum übergetreten. Das ist die beliebteste Fake-News der Katholischen Kirche: Es gibt relativ viele Hinweise darauf, daß Konstantin eine neue Mischreligion einführen wollte: Die diversen „Sonnenkulte“ zusammen führen: Christentum, Apollon-Kult, Amun-(Re) … um sich selbst als Gott dieser Religion einsetzten. Unter anderem gab es eine riesige Statue in Konstantinopel, die auch noch lange nach der Einführung des Christentums nicht angerührt wurde => summus deus.
    Gruß,
    Ludwig

  2. Barbara Fischer-Bossert

    Zur Funktion des Stators im 4. Jh.: Zu dieser Zeit waren Steigbügel in Europa noch unbekannt, es bestand also ernsthafte Gefahr, beim Aufsteigen auf das Pferd auf der einen oder anderen Seite herunterzurutschen. Des weiteren waren Hosen oder lange strumpfartige Kleidungsstücke südlich der Alpen noch nicht allgemein verbreitet, sie halten als barbarisch. Reiten war also mit einigen Problemen verbunden.

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