Uniform und deutscher Sang. Pfadfinder und die Jugendbewegung

Kinder in Uniform, deutscher Sang, Gemeinschaft. Die Pfadfinder wirkten auf mich immer schon ein wenig merkwürdig, um nicht zu sagen ungeheuer. Gleichzeitig trifft man aber immer wieder ganz freundliche ehemalige Pfadfinder, die von ihrer Zeit dort schwärmen und auf mich so gar nicht wie völkische Kameraden wirken. Daher habe ich mir vorgenommen, mir die Sache heute etwas näher anzuschauen. Was machen die Pfadfinder eigentlich, warum tragen sie Kluft und Halstuch und warum wirken ihre Traditionen mitunter ein wenig … rechts? Ein Blick in die Geschichte wird es sicher aufklären.

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Wie sich herausstellt, liegt ein Grund für meine Wahrnehmung der Pfadfinder gar nicht so sehr in der Pfadfinderbewegung selbst. Tatsächlich spielten in Deutschland nämlich schon früher Vorgängerbewegungen eine große Rolle, die ihre Spuren in den heutigen Pfadfindern hinterlassen haben. Beim Blick in diese Geschichte landen wir etwa schnell bei der Lebensreform und schließlich bei der sogenannten Wandervogelbewegung des späten 19. und frühen 20. Jahrhunderts. Diese Wandervögel waren Teil der größeren Reformbewegung der Zeit und drückten den Pfadfindern gewaltig ihren Stempel auf. Nicht unbedingt im Positiven, möchte ich meinen.

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2 Gedanken zu „Uniform und deutscher Sang. Pfadfinder und die Jugendbewegung“

  1. Ludwig Georg Rehle

    Hallo Ralf,
    wenn Du die Szene „Zelten, Feiern am Feuer und gemeinsam Singen“ mal als Basis nimmst … und das Altersspektrum nicht begrenzt … dann solltest du Dir die – riesige! – Szene der Reenactor, LARP’er, etc. mal ansehen. Außerdem gibt’s immer noch den CVJM (christlich) und die Falken (sozialistische Jungend).
    So beherrschend ist das Pfandfindertum in Deutschland m.E. nicht wirklich.
    Selber nie Pfadfinder gewesen (ähnliche Gründe wie bei Dir): Aber an einem Feuer mit einem Becher Rotwein in ner Theaterjurte zu sitzen und gemeinsam zu feiern ist schon nett 😉
    Ludwig

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