Musik

Das Trompetenfestival in Guča (Serbien) gilt als öffentliche Feier des serbischen Nationalismus. Das sieht man wie auf diesem Foto an den Ständen in der Stadt.

Das Guča Trompetenfestival: Ein Fest des serbischen Nationalismus?

Im serbischen Dorf Guča herrscht jedes Jahr im August Ausnahmezustand. Das kleine Nest im Südwesten Serbiens mit seinen knapp 3.000 Einwohnern wird nämlich jeden Sommer eine Woche lang von über einer halben Million Touristen überrannt. Grund für diesen Ansturm ist das Guča Trompetenfestival, das größte Blasmusikfestival Europas. Und dieses Festival genießt in Serbien einen legendären, zugleich aber zutiefst umstrittenen Ruf. Kritiker beklagen nun schon seit Jahrzehnten, dass dort nicht gerade die Trompete im Vordergrund steht. Vielmehr soll das Festival in Guča ein Fest für den serbischen Nationalismus sein. Ein Eindruck, der sich vor Ort zumindest auf den ersten Blick bestätigt …

Tatsächlich scheint auch jeder in Serbien eine Meinung zu diesem Event zu haben und egal welche Meinung das auch ist: Das nationale Element kommt darin fast immer vor. Fragt man als Ausländer jemanden auf den Straßen Belgrads nach seiner Einschätzung zu Guča geht die Antwort meist in eine von zwei Richtungen. Die einen sagen: “Geh da unbedingt hin! Guča ist eine wahre Repräsentation dessen, was wir Serben sind”. Die anderen erwidern: “Geh da auf keinen Fall hin. Das ist purer, rückständiger serbischer Nationalismus”. Da stellt sich also schon die Frage: Wie und warum nimmt so ein scheinbar harmloses Musikfestival eine so nationale Note an? Genau diese Frage habe ich mir schon vor fünf Jahren gestellt und darüber meine Masterarbeit geschrieben. In dieser Folge gebe ich dir einen kleinen Einblick in meine Ergebnisse.

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Die Geschichte der Schlagermusik ist eine überraschend spannende. Über sie, Definitionen und Beliebtheit von Schlager spreche ich in dieser Podcast-Episode mit Daniel Courntey.

Eine Geschichte der Schlagermusik

Der Schlagermusik hängt nach wie vor ein ziemlich mieser Ruf an. Sie gilt vielen als kitschig, billig und alles in allem eher überflüssig. Dabei ist ihre Geschichte eine verdammt spannende und kann uns viel über die Entwicklung des menschlichen Musikgeschmacks erzählen. Und über das menschliche Bedürfnis nach Spaß! Das ist Grund genug für mich, der Schlagermusik mal etwas näher auf den Zahn zu fühlen. Gemeinsam mit Schlagermusiker Daniel Courtney spreche ich in dieser Episode des Podcasts also über den Schlager und seine Geschichte, wir versuchen uns an einer Definition der Schlagermusik und diskutieren (und singen gemeinsam) einige der großen Hits der letzten Jahrzehnte.

Und wir kommen zum Schluss … Ja, der Schlager ist etwas sehr deutsches und etwas sehr kitschiges. Gleichzeitig befriedigt die Schlagermusik in unserer Gesellschaft aber ein Bedürfnis, das jede Gesellschaft irgendwo hat. Ein Bedürfnis nach unüberlegtem und schlichtem Spaß, bei dem man sich nicht mit den Nuancen des Lebens beschäftigen muss und einfach loslassen kann. Woanders nennt man diese Form der Musik vielleicht nicht Schlager sondern Country oder Reggaeton. Die Funktion bleibt aber doch überall mehr oder weniger die Gleiche.

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Der deutsche Schlager birgt eine spannende Geschichte und schwierige Definition. Trotzdem liegt mir die Musik am Herzen, wie auf diesem Bild meiner Schlagerband Nicki und die Schneehaserl klarwerden sollte.

Der deutsche Schlager und seine überraschend spannende Geschichte

Der deutsche Schlager ist für viele nichts weiter als eine schreckliche Musikform, die immer “die anderen” hören. Und auch wenn es sicher oftmals so ist: Man gibt ungern zu, seinen Ohren selbst hin und wieder einen guten Schlager zu gönnen. Ob das nun alleine zuhause (eher bedenklich) oder betrunken auf dem Oktoberfest (zutiefst verständlich) ist. …

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