Religion

Santa Muerte wird meist als weibliches Skelett und in Kleider gehüllt dargestellt. Mehr über die Geschichte, Bedeutung und Religion um diese Heilige des Todes aus Mexiko.

Santa Muerte: Wunschmaschine des Todes

Der Kult um Santa Muerte ist eine der am schnellsten wachsenden religiösen Bewegungen der Welt. In ihrem Ursprungsland Mexiko ist diese Heilige des Todes (oder ist sie das?) inzwischen fast allgegenwärtig. Kleine Statuen dieser Heiligen, die meist als weibliches Skelett in Frauenkleidern dargestellt wird, finden sich dort in Souvenirshops, auf Ladentresen und in Taxis. In den internationalen Medien wird der Glaube an Santa Muerte aber meist mit nur einer Bevölkerungsgruppe Mexikos verbunden: den Drogenschmugglern und Kartellmitgliedern. Die tatsächliche Religion dahinter, ihre Bedeutung und die Geschichte von Santa Muerte … darüber wird dagegen weniger gesprochen. Dabei wir dem Kult da einige historische Dimension zugesprochen, sogar bis zurück in aztekische Zeit!

In dieser Episode des Déjà-vu Geschichte Podcast gehe ich dem Ganzen mal auf den Grund. Aber ich tue das nicht allein! Als Partner steht mir diese Woche nämlich Fabian vom Secta-Podcast zur Seite. Als evangelischer Theologe, der sich in seinem Podcast regelmäßig mit Sekten und “religiösen Sondergemeinschaften” auseinandersetzt, hilft er mir, etwas Licht in das Dunkel des Santa Muerte Kults zu bringen. Gemeinsam sprechen wir ganze eineinhalb Stunden lang über diese aufstrebende Religion, ihre Geschichte, ihre Symbole und die Bedeutung von Santa Muerte für die Gläubigen. Und was soll ich sagen: Lustig ist es geworden! Und lehrreich sowieso.

Wenn dir die Episode gefällt, hör doch auch in Fabians Secta-Podcast rein! Er liefert dort regelmäßig verdammt spannende Geschichten ab, immer top recherchiert, tiefgründig und noch dazu großartig produziert. Auf deja-vu-geschichte.de findest du dann auch noch einen Blogartikel von mir, in dem ich mich mit dem (zumindest symbolisch gesehen) europäischen Vorläufer von Santa Muerte auseinandersetze: Dem guten alten Sensenmann! Wo kommt diese Figur denn eigentlich her und seit wann glauben Menschen an sie? Genau darum geht es dort. Und wenn dir der Déjà-vu Geschichte Podcast gefällt, dann abonniere ihn doch bitte und bewerte ihn auf iTunes! Das hilft mir ungemein, ein bisschen Sichtbarkeit in der großen weiten Welt der Podcasts zu erlangen.

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Der Sensenmann, der Schnitter, Gevatter Tod ... der Tod wurde in der Geschichte schon vielfältig dargestellt. Aber wo kommt der heute übliche Knochenmann her?

Der Sensenmann: Darstellung des Todes im Lauf der Geschichte

Der Tod ist schon eine merkwürdige Sache. Einerseits ist er so ziemlich das Universalste, das man sich als Menschheit überhaupt vorstellen kann. Der Tod trifft immerhin jeden und macht dabei keinen Unterschied. Ob arm oder reich, beliebt oder verhasst – er ist am Ende der große Gleichmacher. Das ist ja eigentlich ein tröstlicher Gedanke und …

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Prophezeiungen der nahenden Apokalypse gab es in der Geschichte eigentlich immer, eine vollständige Liste kann man kaum zusammenstellen. In diesem Foto sieht man eine Darstellung des Armageddons wie in der Bibel erwähnt.

Die prophezeite Apokalypse, die nie kam

Apokalypse, Armageddon, Weltuntergang. Wie auch immer man es nennen will, das Ende der Zeit war in der Geschichte der Menschheit schon immer von großer Bedeutung. Die Erklärungsansätze mögen sich über die Zeiten unterschieden haben, die Grundidee kam aber in allen erdenklichen menschlichen Kulturen immer wieder vor: Die Welt wird irgendwann zu Ende gehen und eine …

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Russland hatte 1492 seinen ganz persönlichen Weltuntergang. Basis war die etwas kreative Vorhersagung durch die Interpretation der Bibel. Hier ein russisches Bild zum Armageddon von Viktor Vasnetsov.

Der russische Weltuntergang von 1492

Der Weltuntergang. Für die Menschheit hat der Gedanke an ihn offensichtlich etwas ziemlich Faszinierendes. Besonders im Christentum spielte die Idee des nahenden Armageddon, des quasi direkt bevorstehenden Jüngsten Gerichts, schon immer eine bedeutende Rolle. Immerhin erachtete man doch im Erscheinen des Messias Jesus Christus die jüdische Prophezeiung für erfüllt. Nun sollte doch bald die Endzeit anbrechen, die Zeit des Friedens auf Erden oder sowas in der Art. Als das dann doch nicht sofort zu Lebzeiten Jesu geschah, begannen christliche Gelehrte sich irgendwann zu wundern. Wann wird es denn soweit sein? Wo bleibt der Weltuntergang?

Ein ganzes religiöses Betätigungsfeld entwickelte sich um diese Frage, die sogenannte Eschatologie. Und über die Jahrhunderte gab es immer wieder neue Termine für den in Kürze bevorstehenden Weltuntergang. Im Jahr 1492 gab es sogar einen Termin, der fast exklusiv in nur einem Land Gültigkeit besaß: in Russland beziehungsweise dem Großfürstentum Moskau. Aufgrund von Berechnungen aus der Bibel und dem byzantinischen Kalender war die Lage dort eigentlich eindeutig. Die Welt musste 1492 enden! Doch einige Menschen fanden einen kreativen Ausweg aus der Missere.

Auf deja-vu-geschichte.de findest du den Blogpost zu dieser Episode. Dort schaue ich mir im Allgemeinen an, welche Termine für den nahen Weltuntergang in der Geschichte schon so in Frage kamen und warum. Die Frage, wieso das dann nie eintrat, spare ich mir lieber gleich … Ach ja, und wenn dir der Geschichte Podcast gefällt, abonniere ihn doch bitte und bewerte ihn auf iTunes! Das hilft mir ungemein, ein bisschen Sichtbarkeit in der großen weiten Welt der Podcasts zu erlangen.

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Jesus Geburt fand auch in der Kunst immer wieder ihren Nachhall. Doch was ist dran an der Weihnachtsgeschichte der Bibel?

Die Geburt Jesus’: Woher wissen wir das alles?

Die Geschichte von Jesus Geburt ist für viele von uns eine der vertrautesten Geschichten überhaupt. Maria und Joseph ziehen wegen einer Volkszählung nach Bethlehem, finden keine Unterkunft und müssen in einem Stall übernachten. Dort kommt das Jesuskind am 25. Dezember auf die Welt, die drei Könige kommen zu Besuch, bringen Gold und so nützliche Dinge wie Weihrauch und Myrrhe und so weiter und so fort … Genau so wird uns die Geburt Jesus Christus teils schon seit der Kindergartenzeit erzählt. Und wie das so bei Geschichten ist, die man in- und auswendig kennt, hinterfragt man die Sache eher selten. Es ist halt eine alte Geschichte. Eine Weihnachtsgeschichte eben.

Dabei ist es verdammt spannend, sich die Entstehung dieser Weihnachtsgeschichte etwas genauer anzuschauen! Was wissen wir denn wirklich über die Geburt Jesus? Woher wissen wir das, was wir wissen? Auf welchen Quellen baut die klassische Weihnachtsgeschichte auf und was sind die Löcher und Probleme mit diesen Quellen? Genau diese Fragen möchte ich mir in dieser Episode des Podcast stellen und versuchen, der Geschichte etwas Grundlage zu geben. Wenig überraschend landet man dabei schnell bei der Bibel – zugegeben nicht unbedingt mein Fachgebiet. Aber auch für einen Historiker und Geschichtenerzähler wie mich ist es doch spannend, sich mal mit den mit ältesten christlichen Quellen überhaupt zu beschäftigen – den vier Evangelien. Und vielleicht wird es dich überraschen: So viel haben die und die Bibel allgemein über die Geburt Jesus gar nicht zu berichten.

Gleich ein Eingeständnis meinerseits: Ich habe König Herodes von Judäa so ziemlich die gesamte Episode über als Herodot angesprochen. Das ist aber freilich eine gänzlich andere Person. Irgendwie flutschte der Name bei mir wohl besser. Bitte um Verzeihung 🙂

Den Blogpost zu dieser Episode findest du unter https://deja-vu-geschichte.de. Wenn dir der Geschichte Podcast gefällt, bewerte ihn doch bitte auf iTunes! Das hilft mir ungemein, ein bisschen Sichtbarkeit in der großen weiten Welt der Podcasts zu erlangen.

Links zur Episode:

Nähere Infos und die Mail-Benachrichtigung für mein Hörbuch “Fake News von gestern”: https://ralfgrabuschnig.com/fake-news
Blogpost zu dieser Episode: https://ralfgrabuschnig.com/jesus-lebenslauf
Blogpost zu Geschichte des Weihnachtsfests: https://ralfgrabuschnig.com/seit-wann-feiert-man-weihnachten/
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Das Christentum hat in seiner Geschichte und Verbreitung viele alte Bräuche übernommen. So wie hier in Stonehenge spielten dabei astronomische Phänomene oft eine Rolle. Ganz so einfach war es oft trotzdem nicht.

Das Christentum und seine Multikulti-Geschichte

Gerade in religionskritischen Kreisen wird gerne behauptet, das Christentum und seine heute üblichen Bräuche und Feiertage gingen in Wirklichkeit fast alle auf alte heidnische Bräuche zurück und wären somit gar nicht christlich. Als ich mich vor kurzem für den Blog mit der Geschichte von Halloween beschäftigt habe, ist mir genau das erneut aufgefallen. Im Internet findet man da nämlich sehr schnell eine Theorie. Nämlich dass das Halloween-Fest – immerhin doch “All Hallow’s Eve”, wortwörtlich der Abend vor Allerheiligen – gar nichts mit Allerheiligen zu tun haben soll. Vielmehr soll es auf das keltische Fest Samhain zurückgehen. Das sich verbreitende Christentum hat das später nur aufgenommen und mit Allerheiligen und Allerseelen seine eigenen Totengedenktage in dieselbe Zeit gesetzt. Das hat dann aber schon mein Interesse geweckt. Denn Halloween kommt meines Wissens nach doch ursprünglich aus Irland. Und wie soll sich denn gerade in einem so früh christianisierten Land wie Irland eine heidnische Tradition so lange gehalten haben?

Aus diesem Grund schaue ich mir in dieser Episode des Déjà-vu Geschichte Podcast an, wie die Zusammenhänge zwischen heutigen Bräuchen und dem Christentum wirklich aussehen. Neben Halloween widme ich mich dabei den zwei größten christlichen Festen überhaupt: Ostern und Weihnachten. Und wie sich dabei herausstellt, ist die Situation in Wirklichkeit ziemlich komplex. Das Christentum hat nach seiner Entstehung und Verbreitung nicht einfach nur alte Bräuche übernommen, um damit seine Missionierung voranzutreiben. Das heißt im Umkehrschluss aber nicht, dass es vor den heutigen christlichen Feiertagen nicht schon diverse Vorläufer gegeben hätte. Oder gar, dass die christlichen Bräuche selbst rein christlich wären …

Den Blogpost zu dieser Episode findest du unter https://deja-vu-geschichte.de. Wenn dir der Geschichte Podcast gefällt, bewerte ihn doch bitte auf iTunes! Das hilft mir ungemein, ein bisschen Sichtbarkeit in der großen weiten Welt der Podcasts zu erlangen.

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Der Nordirlandkonflikt geht in der Geschichte weit zurück. Hier holt sich der Ire Dermot MacMurrough die Unterstützung des englischen Königs Heinrich II. Von da bis zum Good Friday Agreement sahen Irland und Nordirland noch viel Konflikt.

Der Nordirlandkonflikt: eine unverschämt kurze Geschichte

Zwanzig Jahre ist es her, dass der Nordirlandkonflikt 1998 mit dem Good Friday Agreement zu seinem mehr oder weniger friedlichen Ende gelangte. Ein Konflikt, der über so viele Jahrhunderte gewachsen ist wie der Nordirlandkonflikt, kann aber freilich nicht ganz über Nacht verschwinden. Und siehe da. Mit dem Brexit fand sich Nordirland plötzlich doch wieder in …

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Ein Turm der Zoroaster, Anhänger des Zarathustra in Indien. In Persien starb die Religion fast aus.

Persiens lange Geschichte als Gottesstaat

Der Iran, als Nachfolgestaat Persiens, gilt heute bekanntlich als ein Gottesstaat. Doch die Beziehung des alten Persien zur Religion war schon immer eine faszinierende und vor allem vielschichtige. Daher spreche ich in dieser Episode des Déjà-vu Geschichte Podcast über eine Zeit im antiken Persien, als die Religion der Zoroaster, der Anhänger eines gewissen Zarathustra, beinahe zur Staatsreligion im Perserreich geworden wäre. Dabei stellen sich ein paar Fragen. Wer war dieser Zarathustra überhaupt? Wann lebte er? Wann gründete er den Zoroastrismus und wie wurde dieser dann zur vorherrschenden Religion in einem der bedeutendsten Reiche der Weltgeschichte – dem Perserreich?

Diese Fragen führen uns tief in die tausendjährige Geschichte Persiens, wir stoßen auf einige Ungereimtheiten und vieles mehr, das wir einfach nicht so genau wissen. Trotzdem verfolge ich in der Episode den Weg der Anhänger des Zarathustra durch die Zeiten so gut es eben geht. Am Ende lernen wir erneut, was man uns schon als Kinder beigebracht hat: Wenn zwei sich streiten, freut sich der Dritte. In diesem Fall ist der dritte ein gewisser Mohammed. Ihn kennt man heute ja immer noch recht gut. Den alten Zarathustra? Nun … Nicht so sehr.

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Die Anglikanische Kirche und England wurden unter Königin Elisabeth I. erst richtig protestantisch. Hier ist die Virgin Queen bei ihrer Krönung zu sehen.

Als die Anglikanische Kirche wirklich protestantisch wurde

Die Anglikanische Kirche Englands ist heute bekanntlich eine der zahlreichen protestantischen Kirchen Europas. Aber doch passt sie irgendwie nicht so richtig in den Club und hat eine ganze Menge Eigenheiten. Das hat mit ihrer Geschichte zu tun. Heinrich VIII., der die Englische Kirche im 16. Jahrhundert von Rom löste und damit ihr Gründer und erstes Oberhaupt wurde, sah sich selbst zeit seines Lebens nicht als Protestant. Für ihn war das alles ein rein pragmatischer Schritt. Er wollte einfach seine Scheidung durchbringen. Es war erst ein anderes Mitglied der Tudor Dynastie, Heinrichs Tochter Königin Elisabeth I., die diese neue Anglikanische Kirche richtig protestantisch machte. Oder so protestantisch, wie sie heute eben noch ist.

In dieser Episode des Déjà-vu Geschichte Podcast werfe ich einen Blick auf die Entwicklung der Englischen Kirche im Elisabethanischen Zeitalter. Was tat sich zu der Zeit in England, welchen Herausforderungen hatte sich das Land zu stellen, wie prägte Königin Elisabeth die Anglikanische Kirche und welche Auswirkungen hatte das alles auf die Politik im Land? Wie sich herausstellt: Ziemlich umfassende! Das gesamte Bündnissystem Englands wurde durch die religiösen Entscheidungen Elisabeths auf den Kopf gestellt. Spanien wurde zum größten Feind des Englischen Königreichs und stattdessen fanden die Engländer neue Verbündete an unwahrscheinlicher Stelle: In den muslimischen Reichen ihrer Zeit.

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