Das gelobte Land Ungarn. Gründungsmythen des Nationalismus

Nationalismus hat einen schlechten Ruf heutzutage. Er wird mit allem Negativen verbunden: Krieg, Fremdenhass, Intolleranz. Wir vergessen dabei aber gerne eine Kleinigkeit: Der Nationalismus ist schon längst zur Grundlage unserer Staatenwelt geworden und auch unser heutiges und letztes Beispiel Ungarn ist sein Produkt. Das Aufkommen des Nationalismus im 18. und 19. Jahrhundert ist dabei stark von einer ganz bestimmten Form der Geschichtserzählung geprägt: Den Gründungsmythen. Sie sind die Geschichten, auf deren Grundlage Menschen begannen, „ihre“ Nation zu verstehen. In der Miniserie „Gründungsmythen des Nationalismus“ wollen wir uns einige dieser Geschichten in verschiedenen europäischen Ländern ansehen.

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Mit dieser Episode sind wir auch schon am Schluss der Miniserie angekommen. Dafür wenden wir unseren Blick zuerst in ein Land, das die in diesem Buch immer wieder beschriebene Mythenbildung verkörpert wie kein anderes: Ungarn. Nirgendwo bauen die nationalen Gründungsmythen so sauber und geordnet aufeinander auf wie in Ungarn – man darf also gespannt sein! Wie kamen die Ungarn denn in die pannonische Tiefebene beziehungsweise was behaupten die Mythen diesbezüglich? Warum ist diese Tiefebene im ungarischen Nationsverständnis so heilig und was hat der Friedensvertrag von Trianon mit all dem zu tun? Anschließend gibt es in dieser Folge auch den Schluss des Hörbuchs „Gründungsmythen des Nationalismus“ zu hören, in dem ich die großen Gemeinsamkeiten aller bisherigen Beispiele nochmal zusammenfasse.

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