Die Bantu-Expansion

Die Bantu-Expansion ist die wahrscheinlich größte Migrationsbewegung der Geschichte, von der du noch nie gehört hast. Im Zuge dieser gigantischen Migration machte sich ein Volk (oder eher ein Volksstamm) der sogenannten Bantu vom Gebiet zwischen den heutigen Ländern Nigeria und Kamerun auf den Weg in Richtung Süden. Im Laufe mehrerer tausend Jahre durchzogen ihre Nachkommen dann die gesamte südliche Hälfte Afrikas. Um das Jahr 3000 vor Christus begann die erste Migrationsbewegung dieser Bantu wohl. Erst einige Jahrhunderte nach Christus erreichten dann die ersten Bantu-Sprecher das heutige Südafrika. Während dieser enormen Zeitspanne hinterließen die Bantu in ganz Afrika ihre Spuren. Heute sprechen als Resultat der Bewegungen jener Zeit vom Kongo im Nordwesten, über Kenia im Nordosten bis nach Südafrika im Süden Menschen eine Sprache, die zur Familie der Bantusprachen gerechnet wird. Eine der größten Migrationsbewegungen der Geschichte eben.

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In dieser Folge des Déjà-vu Geschichte Podcast schauen wir uns diese Bantu-Expansion also mal etwas näher an. Wo siedelten die frühen Bantu denn genau? Wann zogen sie von dort los und wohin? Und überhaupt: Warum taten sie das alles denn? Wie war es letzten Endes möglich, dass sich die Bantusprachen überall in diesem riesigen Gebiet durchsetzten und so gut wie alle anderen Sprachen der Region – mit der einzigen nennenswerten Ausnahmen der Khoisan – verdrängten? Finden wir es in dieser Episode gemeinsam raus!

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4 Gedanken zu „Die Bantu-Expansion“

  1. So viel ich weiss, kamen die Bantu etwa zur gleichen Zeit im heutigen Südafrika an wie die Holländer und beide machten sich daran, die San zu eliminieren

    1. ralfgrabuschnig

      Das könnte auf die Südspitze zutreffen, ja. Im nördlichen Südafrika dürften die ersten Gruppen schon im ersten Jahrtausend nach Christus angekommen sein

  2. Ludwig Georg Rehle

    Interessant.
    Aber: Größte Expansion ? Homo Erectus von Afrika nach Indonesien … der Weg des Sapiens nach Australien …
    Ost-West: Das Band der Hochzivilisationen der Alten Welt haben sich alle in etwa im gleichen Klimaband entwickelt … und die Nutzpflanzen haben sich entlang dieses Bandes verbreitet. Und vermutlich ist auch in den beiden Amerikas die Entwicklung der Hochkulturen zum Stillstand gekommen und diese haben sich nicht wirklich z.B. nach Norden ausgebreitet: Man konnte die Nutzpflanzen nicht wirklich mitnehmen.
    Klima: Das ist total normal. Der 30-jährige Krieg ist auch(!) wegen der Zwischeneiszeit im frühen 17.Jahrhundert ausgebrochen. Und warum gab es diese Zwischeneiszeit? Möglicherweise, weil kurz davor mal eben 100+ Mio Menschen in den beiden Amerikas gestorben sind und deren CO2-Ausstoß (Herdfeuer) weggefallen sind.

    1. ralfgrabuschnig

      Klar. Weltgeschichtlich findet man da auch noch größere. Aber ich sagte ja auch „eine der“ 😉 Und absolut. Das Nord-Süd-Argument ist ein sehr nachvollziehbares. Ich habe vorher nur noch nie so darüber nachgedacht

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