In der Geschichte des Graffiti ist der Wiener Joseph Kyselak eine zentrale Figur: der erste Tagger.

Joseph Kyselak: als ein Taugenichts aus dem Biedermeier die Graffiti erfand

Kunst ist ja bekanntlich Ansichtssache. Was für den einen eine wahre Meisterleistung ist, ist für den anderen nur das nutzlose Gekritzel irgendeines betrunkenen Vollidioten. Und wenn wir ganz ehrlich sind: Oft ist es das auch. In der Welt der Street Art und Graffiti ist dieses Problem ganz besonders ausgeprägt. Nichts erzürnt einen gestandenen Street Artist …

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Die Glorreiche Revolution. Die Geschichte wie ein Holländer England vor der Tyrannei rettete.

Die Glorreiche Revolution: dann wäre das Problem ja gelöst

Revolutionen können ja vieles sein. Blutig oder friedlich, nötig oder unnötig. Was eine bestimmte Revolution dann genau ist, hängt natürlich immer von der Sichtweise ab. Heute möchte ich aber über eine ganz andere Revolution sprechen: die Glorreiche Revolution Englands im Jahr 1688. Und auch wenn man den Briten ja gerne unterstellt, so ziemlich alles gleich …

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Katalonien war nicht immer Spanien. Hier sieht man, wie Wilfried der Haarige von Barcelona von Karl dem Kahlen am Krankenbett besucht wird.

Von unschmeichelhaften Namen, zerfallenden Reichen und haarigen Katalanen

Das 9. Jahrhundert war schon eine seltsame Zeit. Europa lag wieder mal im Umbruch. Das legendäre Frankenreich Karls des Großen stand vor seinem Ende. Wikinger machten die Meere unsicher. Was aber fast noch mehr auffällt als die politischen Umwälzungen der Zeit, ist wie dumm die Herrscher damals eigentlich benannt waren. Mir PR-Wirkung hatte man es …

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Das Banner der Company of Scotland. Man hat sich in Schottland offensichtlich mehr von der Geschichte erwartet...

Das Darien-Projekt: als der Kolonialismus Schottland ruinierte

Im September 2014 stimmte Schottland darüber ab, ob sich das Land von Großbritannien loslösen und wieder ein selbstständiger Staat werden sollte. Bekanntlich war die Mehrheit der Befragten in diesem Referendum dagegen, dennoch ist die schottische Union mit England heute alles andere als in Stein gemeißelt. Wenn man genau hinschaut, war sie das aber eigentlich noch …

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Das Tulpenfieber wurde schon von Zeitgenossen spöttend betrachtet. So hier in einem Gemälde von Jan Brueghel.

Das niederländische Tulpenfieber von 1637. Die Geschichte einer äußerst dummen Wirtschaftskrise

Wir schreiben das Jahr 1637. Mitteleuropa befindet sich mitten im Dreißigjährigen Krieg, der blutigsten Auseinandersetzung, die der Kontinent lange gesehen hat. Nicht weit fernab des Geschehens liegen die Niederlande. Grund genug, sich zu fürchten, würde man meinen. Aber wer das denkt, kennt die Niederländer schlecht! Die hatten nämlich mitten in diesem Chaos nichts Besseres zu …

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Stephan Báthory in Pskov

Stephan Báthory und die Mär von zwei guten Freunden

Polak, Węgier — dwa bratanki, i do szabli, i do szklanki, oba zuchy, oba żwawi, niech im Pan Bóg błogosławi. Lengyel, magyar – két jó barát, Együtt harcol s issza borát, Vitéz s bátor mindkettője, Áldás szálljon mindkettőre. Pole, Ungar – zwei gute Freunde, zusammen kämpfen sie und trinken Wein, beide tapfer, beide mutig,  Segen …

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Die Grand Tour war in vielerlei Hinsicht das Interrail des 18. Jahrhunderts. Hier sammeln sich Grandtouristen in Rom.

Die Grand Tour: Interrail des 18. Jahrhunderts

Im England des späten 17. Jahrhunderts griff ein eigenartiger neuer Trend um sich. Junge Adelige und andere Wohlhabende zog es plötzlich in Massen über den Ärmelkanal, auf eine Reise, die bald als essentieller Teil des britischen Erwachsenwerdens gelten sollte – die Grand Tour. Das bedeutete: monatelanges Reisen, überfüllte Unterkünfte, Alkoholexzesse mit neuen Freunden aus aller Welt …

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Hugenotten auf der Flucht. Hier zu sehen: Einzug in Brandenburg.

Flüchtlinge! Die Hugenotten kommen

Es gibt viele Gründe, sein Land zu verlassen. Beispiele wären bessere Berufschancen, eine günstigere Ausbildung oder einfach nettere Menschen (für einen Österreicher weit oben auf der Liste). Aber leider sind bekanntlich nicht alle Umzüge freiwillig. Nicht alle im Ausland lebenden Menschen nennen sich stolz “Expat”, treten English Drama Classes bei und hängen mit Ihresgleichen in …

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Donald Trump und Thomas Jefferson verbindet nicht viel. Was blutige Wahlkämpfe betrifft, kann Trump aber noch viel von Jefferson lernen.

Die schmutzige US-Präsidentschaftswahl 1800

“Die amerikanische Gesellschaft ist tief gespalten” schrieb die Süddeutsche Zeitung wenige Tage nach der Wahl Donald Trumps. Die FAZ beschrieb den US-Wahlkampf als “außergewöhnlich schmutzig” und überhaupt sind sich auf unserer Seite des Atlantiks alle einig, dass sowieso das steinzeitliche amerikanische Wahlsystem an allem schuld ist. Und das ist ja auch alles wahr. Aber war …

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